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Samstag, 2. Juli

Heute morgen wieder gutes Wetter nach einem kleineren Regenschauer in der Früh.

Frühstück und die Schwalben sind auch unermüdlich.



geht doch Sonne





Eingepackt und los. Der Weg ist ein paar hundert Meter sehr geländegängig bevor er auf dem Schotterweg  landet. Wanderweg halt.

      






     


   






Nun geht es über verkehrsarme Straßen nach Løgumkloster, ein Klosterort sehr sauber und Schmuck. Die  Toilettenanlage auf dem Fiedhof sehr edel.







na, was wird da denn gemauschelt?



ein sauberes, aufgeräumtes Örtchen      

  




Unterwegs:








da sollte mal restauriert werden, aber hier fern ab?

   

Ein sorgenvoller Blick


Weiter nach Tønder. Am Ortseingang ein M..D.... Okay ein Cappu, bevor es in den Ort geht. Ansprechend der Ort, dann höre ich Musik und mitten im Ort Livemusik mit Oldies von Oldies und der Platz voll Leute. An einem Radcafe einen doppelten Cappu und ein bisschen der Musik lauschen. Jeden Samstag im Sommer findet das hier statt. Bei diesem schönen Wetter natürlich doppelt gut. Noch paar Runden durch den Ort, bevor ich zum Nachtlager fahre.



























Nun aber langsam weiter



die Natur hat mich zurück




Wohnraumnot ?

                        

Dieser Lagerplatz liegt nur wenige Kilometer von Tønder entfernt. Dort zwei Väter mit 6 Jungen. Mit Kanus sind sie gekommen. Gegenüber die Toiletten und Duschen. B & B war mal. Ein Baumhaus gibt es.
Ich zahle 35 dk = 5€ und frische mich auf. Es ist die letzte Nacht in Dänemark.




Sonntag, 3. Juli

Schon in der früh um vier Uhr Starkregen und kurz vor 6 Uhr Blitz und Donner gleichzeitig. Danach nochmal ein Grollen und alles vorbei. Wetter sieht gut aus, nur der Wind. Sehr kräftig.



der große, offene Shelter





das Baumhaus






Schotterwege Richtung Grenze



Morgenmeeting



Auf geht's nach Niebüll über die Grenzroute. Die Grenze selbst überfahre ich, ohne es zu sehen, kein Hinweis, nichts. Erst ein Stück später eine Informationstafel.


        




Im nächsten Örtchen Süderlügum erstmal einen Cappu und gleich zwei Stücke Kuchen. Der Preis - ich konnte es nicht fassen. Ihr wisst ja, da war es vor kurzem etwas teurer.








die Landwirtschaft rüstet auf und



die Bahnhöfe zerfallen langsam, der Aufzug wirkt ja hier richtig futuristisch  

Niebüll zeitig erreicht und mit dem Zug bis St Michaelisdonn. Den Ort muss man sich nicht merken, keine Bildungslücke, wenn man ihn nicht kennt. Die Zugfahrkarte hatte ich mir schon vorher im Internet gekauft. Nur ausdrucken konnte ich sie nicht. Habe den Drucker vergessen. Bei der Kontrolle wurde das bemängelt, aber der Schaffner sah das nicht so eng. Den  Code konnte er scannen und gut ist.  Der Versuch diese Karte in den Bahnnavigator zu bekommen, schlug fehl. Er meinte die Karte sei abgelaufen. Da ich die Verbindung Cuxhaven - Delmenhorst auch so gekauft habe überlegte ich mir die Karte dann in Cuxhaven am Montag im Bahnhof ausdrucken zu lassen. Mal schaun.

St. Michaelisdonn: Dort Treppe runter und wieder hoch. Runter geht ja, aber hoch. Das Uprofil für das Rad viel zu dicht an der Wand. Zwei Gleise gab es : 6 und 7 Wo sind denn 1-5??

Ich starte in leichtem Regen. Die Kilometrierung stimmt ja Richtung Brunsbüttel überhaupt nicht. Dazu fällt mir nichts ein. Die Auflösung später.

Dann einsetzender Starkregen. Schnell den Poncho an. Nach 4,2 km Poncho aus und ein schwarzes Loch am Lenker entdeckt, wo sonst der weiße Tacho saß. Einfach weg. Dieser verdammte Bajonettverschluß am Tacho. Die alten Halterungen waren besser. Das werde ich der Firma Sigma noch mal mailmäßig zukommen lassen, da auch andere darüber Klage führten. Uhrzeit? - Fähre?  Reicht!  Wieder zurück und gefunden im Gras etwa 50 Meter von der Stelle, wo ich den Poncho angezogen habe. Glück muss der Mensch haben.

Ab zur Fähre und habe wieder Glück, denn keine 10 Minuten Wartezeit, ansonsten hätte ich lange warten müssen.








Gut 80 Minuten geht die Fahrt. In dem Hauptsaal irgendwelche Ehrungen und Lifemusik. Ich gehe in den kleinen Kaffeeraum. Dort mit einem älteren Herrn ins Gespräch gekommen über die allgemeine und besonder Beschilderung von Radwegen. Er war hier oben vom ADFC der Schilderbeauftragte und pflichtete mir bei von wegen total verschmutzte oder hinter grün versteckte Schilder und Kilometrierungen, die nicht stimmen.

In Cuxhaven angekommen radele ich auf den weiteren Weg eben beim Bahnhof vorbei. Da Sonntags keine Züge fahren ist auch die Information DB geschlossen. Mit Komoot lasse ich mich zu Daggi und Roel führen.

Wir verbrachten einen gemütlichen Abend bei Speis und Trank. Dafür auch nochmals herzlichen Dank.



Montag, 4. Juli   6. Woche    (ab hier keine Bilder mehr)

Frühstück mit Roel, da Dagmar schon früh und Roel erst später zur Arbeit mußte. Wir schnackten noch und dann fuhr ich zum Bahnhof. Dort ließ ich mir meinen über das Internet gekauften Fahrschein ausdrucken. Das ist bei denen Vorgabe. Über den DB Navigator gebuchte und gekaufte Karten nicht. Das hatte ich in DK probiert, aber damit hat es dort nicht geklappt. Ich wollte diese Fahrten mit dem Rad einmal von Niebüll bis St. Michaelisdonn und Cuxhaven nach Delmenhorst aber schon haben, nicht das ich das Rad nachher wegen Überfüllung nicht mitbekomme.

Von Cuxhaven bis Bremerhaven Lehe, dann HB und weiter Delmenhorst. Diesmal habe ich bewusst längere Umsteigezeiten angekreutzt, um beim Umsteigen keine Hektik aufkommen lassen zu müssen. Noch bin ich im Urlaub, denn erst wenn ich zuhause meine Wohnungstür öffne ist der Urlaub endgültig beendet.

In Delmenhorst holt mich ein alter Arbeitskollege (jünger als ich - er darf noch arbeiten) mit dem Rad vom Bahnhof ab. Kaffee und Kuchen und Klönschnack muss sein.
Nun starte ich in Richtung Brettorf, meine vorletzte Nacht auf dieser Reise. Die Strecke an der B 213 -nur wenige Kilometer, ist ganz schön ätzend. Okay, reger Auto- und Lkwverkehr, aber eine Lautstärke, die ich seit etlichen Wochen nicht mehr gehört habe. Es liegt an den Geschwindigkeiten, diese letzten 20 - 30 km/h machen das aus. Kradfahrer, die dann auch noch meinen ihre Drehzahl voll auszunutzen, stören ganz schön. Die letzen Kilometer sind dann ruhiger und ich bin gut bei meiner Freundin gelandet.
Es gibt viel zu erzählen.

Dienstag, 5. Juli

Wir lassen es gemütlich angehen. Irgendwann am Tage fahre ich dann die letzten Kilometer zum Startpunkt der Reise nach Wildeshausen. Ohne wirkliche Panne erreiche ich meine Wohnung. Meine Tochter nimmt mich denn auch erstmal in den Arm und freute sich, das ich heil wieder angekommen bin.

Nun wird abgepackt und sortiert, denn in zwei Wochen starte ich erneut, diesmal mit Uschi nach Holland zu einer Rundfahrt. Dort wird uns höchstens Gegenwind ärgern und die Brücken über den Autobahnen.

Dazu später irgendwann mal mehr.

Diese Reise ist nun beendet. Ich bin zufrieden mit dem Verlauf und meiner Gewichtsabnahme. Grins! Es war einfach schön diese Strecke mit dem Rad zurück zu legen. Davon konnte man doch bestimmt schon beim Lesen des Reiseberichtes von ahnen - oder nicht?

Über die gefahrenen Kilometer insgesamt und täglich schweige ich. Ich weiß sie, das reicht. Das ist ja auch absolut unwichtig.

Ich hoffe das vielleicht auch andere Geschmack an einer solchen Reise gefunden haben. Es muss ja nicht sofort Norwegen "extrem" sein. Dänemark, Holland, Belgien oder auch Deutschland sind  gute Radfahrländer. Überall  gibt es mit dem Rad etwas zu entdecken.  Dänemark bietet mit seinen freien Campingplätzen viel Natur. Aber auch in Holland gibt es Naturcampingplätze.

Bis zum nächsten Jahr. Die Reisevorbereitungen laufen schon im Kopf ab. Diese Tour war dafür ein Test. Lasst Euch überraschen.



















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