Seite 08

Montag, 27. Juni  5. Woche

Der wolkenlose Himmel von gestern abend hat sich des nachts wieder zugezogen und am frühen morgen den Staub weggesprüht. Ich packe meine etwas mehr als sieben Sachen, kann den beiden noch mit einem Reparaturset für den Leck geschlagene Ortliebwassersack helfen. Dann radele ich bei gutem Wetter los. Erstmal zur nächsten Wasserquelle. Ein Ehepaar kommt mir entgegen und Smalltalk und Infos. Fahrrad und Bahn. Polen ist da ganz schlimm. Letztes Jahr Danzig: 4 Stunden Verspätung, ein junger Mann wartete seit dem Vortage auf diesen Zug -es kam keiner-. Erklärungen zu bekommen, kann man sich sparen. Radtransport immer ein Wagnis.
Weiter zur Wasserquelle. Dicht am Strand die üblichen Toilettenhäuser. Die beiden Jungs treffe und sehe ich nicht mehr.
Ich gehe noch an den Strand und dort liegen im Wasser diverse Bunker.










Sie werden irgendwann verschwunden sein, aber der Mensch sorgt für neue.








Weiter nach Hanstholm. Schöne breite Radwege mit seichten Kurven und Hügeln. Der feine Schotter täuscht. Klar, man kann sehr gut drauf fahren und meine breiten Reifen sacken auch kaum ein, aber dadurch ist der Rollwiederstand erheblich höher. Das merkt man immer, wenn dann der Belag auf Teer wechselt. So langsam rolle ich auf Hanstholm  zu.

Hanstholm ist ein Ort in der dänischen Kommune Thisted in der Region Nordjylland, gelegen im Nordwesten Jütlands am Skagerrak.


Da gibt es auch wieder eine Seeecke. Aber schon weit voraus kommt mir erstmal der Gestank von den Hanstholmer Toiletten entgegengeweht. Die Kläranlage war es. Der Weg führt hier, wie auch oft in Deutschland durch Gewerbegebiete. Muss das sein? Aus irgendeiner Halle stinkt es nach Kadaver. An der Seeecke stehen Lkw aus verschiedensten Länder, schmutzig, bisschen verkommen sieht es aus, wie das so manchmal in Gewerbegebieten ist. Nur ganz kurzer Stop und Richtung Ort. Am Bunkermuseum ist reichlich Betrieb. Schon draußen stehen die Relikte. Ich fahre noch direkt zum Museum, gehe rein, um mich auch noch eben vor dem Regenschauer zu schützen.





Schiffskanone 38 cm -sollte auf die Gneisenau-

Die Festungsanlage Hanstholm war ein wichtiger Verteidigungspunkt des Atlantikwalls am Skagerrak. Sie gilt als eine der ersten Festungen, die im Zusammenhang mit dem Atlantikwall entstanden.

Der Kaffeeautomat steht leider hinter der Kasse. Regen vorbei ich fahre weiter. Oh, Aldifahne flattert im Wind. Dort fülle ich meine bescheidenen Vorräte auf, viel kann ich nicht stauen. Die anderen Kunden, meist Deutsche packen Körbe voll ein.
Wo ist denn hier das Zentrum? An einem großen Shoppingcenter komme ich vorbei, darf aber mit dem Rad nicht hinein. Rolle weiter Richtung Hafen. Laut Karte gibt es da ein Hafen Café. Stimmt. 98% der Gäste sind Arbeiter vom Hafen. Ein paar Dänen mit Kind und Kegel essen hier auch, weil es günstig ist. Jetzt suche ich ja noch ein Geschäft, um mein Gasvorrat aufzufüllen. Meine vorletzte Flasche wird heute abend leer sein. Ich fahre ein wenig hin und her und finde durch Zufall einen großen Shop mit allem möglichen Sachen. Viel für die Schiffsleute, Sportsachen, Geschirr usw. und auch Gas. Ich verstaue die erste Flasche und hole mir noch eine. Damit sollte ich bis zum Ende der Tour reichen. Draussen werde ich von einem jungen Mann aus Plön angesprochen, der mit seinem Freund eine Radreise nach St Petersburg plant und von dort zurück mit der Bahn. Ich kann ihm paar Infos geben und er bedankt sich. Für mich geht es weiter an der Küste Richtung Süden.

Vorup ist der nächste Hafenort, etwa 11 km entfernt. Es fängt an zu regnen, dazu stürmische Gegenwind. Die Regenjacke habe ich an, nehme aber jetzt endlich mal den Poncho. Etwas mühsam bei dem Wind, aber dann geht's los. Noch ein bisschen hier und da rumzuppeln, bis alles sitzt. Er macht ganz schönen Krach bei diesem Wind. Die nasse Regenjacke darunter ist schnell trocken. Ist gar nicht so schlecht dieser Poncho. Muss mal demnächst in Holland schauen, da mein Poncho eigentlich für Angeler gedacht ist. Ich weiß es gibt auch solche Ponchos für Radler, wo vorn innen Handschlaufen angebracht sind.




versteckt in den Dünen liegen die Bunker

Zwischendurch bei einem kurzzeitigen Regenstopp ziehe ich die trockene Regenjacke aus, der Poncho bleibt, ist auch bei Nichtregen ein sehr guter Windschutz da er einen nicht komplett abdichtet und ich somit nicht so von innen in Schweiß komme.  Vorup erreiche ich, der Regen lässt nach und hört ganz auf, aber nicht der Wind.














Ich gehe auf die neu angelegte Mole. Drehe aber um, weil kurz vor Ende die Wellen an die Mole klatschen und diese komplett bewässern. Duschen wollte ich nicht. Café mit Blick aufs Wasser. Die Surfer freuen sich über diesen Wind.





Ich verlasse diesen kleinen Ort, komme noch durch Stjenberg und steuere meinen Nachtplatz an. Der Shelter ist durch Mutter, Vater und kleiner Tochter besetzt. Macht nichts ich baue mein Zelt auf. Mal wieder ein Schauer, dann zeigt sich wieder die Sonne. Ein hin und her.


Anfahrtsweg zum Nachtlager



das letzte Schild -unten- weist auf die Campingmöglichkeit hin


und schon wieder aufgebaut



Der Wind hat nicht wie sonst nachgelassen, aber hier im Wald sind wir dagegen gut geschützt. Das übliche Procedre
und wir Uschi und ich wünschen uns eine gute Nacht.


ein paar Meter weiter die "Pusta" im Abendlicht



Dienstag, 28. Juni

Die Bewohner vom Shelter höre ich gegen 05:30 Uhr, na ja, haben ja auch kurz nach 20:00 Uhr zugezogen. Nein es passierte nichts weiter. Ich stand um 6 Uhr auf und bin kurz nach 08 Uhr losgekommen, keine Reaktion aus dem Shelter.


mein Frühstücksbuffet
















versteinerter Fahrradsattel der Wikinger?









immer wieder künstlerische Arbeiten an diesen Wegen




Durch Waldgebiete mit schönsten Wegen. Wieder an die Küste zurück. An einem Kiosk in Agger, hinter oder vor den Dünen? Eine reine Sichtweise. Eine Däne fragte mich, wo ich denn herkomme und wo ich weiter wollte. Er erklärte mir und zeigte mir den Weg auf seinem Smartphone den ich einschlagen muss. Diese Strecke und dann auf die Fähre, sonst müsste ich einen großen Umweg fahren. Ich bedankte mich. Über acht Kilometer ganz geradeaus, dann ein kurzer Knick, "Bezahlhaus" und schon war ich auf der Fähre. Mit 60 dk war ich dabei. Nur wenige Minuten Wartezeit hatte ich. Glück gehabt, sonst hätte ich etwa 30 - 40 Minuten warten müssen. Die Überfahrt dauerte nicht lange. Hier war, wie auf der anderen Seite: Nichts



Weiter an der Küste. Wieder vermehrt Orte, nein keine Orte, nur Ferienhäuser. Dort ließ ich mich immer, wenn die Möglichkeit vorhanden war, nieder, um einen Kaffee, Cappu incl ... zu naschen. Es war zu meinem Leidwesen nicht so oft.

Heute war der Gegenwind schon ganz gut in der Stärke. Freute mich immer wieder wenn ich schrägen Frontwind hatte. Aber was soll es, da muss ich durch.





Mal waren es Schotterwege in grob und mal in fein. Eine lange Strecke oben in der Düne mit div Sandeinlagen. Da freue ich mich doch, solch "fette" Reifen zu haben, die nicht wie ich abgenommen haben. Grins. Diverse Radspuren zeigten besondere Einlagen von Radlern, die hier in scharfen Kurven fuhren. Fuhren, darauf liegt die Betonung, denn bei dieser Kurveneinlage steigt man unweigerlich ab. Da rollte mein Radel einfach geradeaus durch.



















In Lemwig am Leuchturm vorbei, und obwohl das Zeichen für Kaffee und Kuchen sichtbar war ein klares: Nein! die Kaffeezeit ist vorbei und meine Logistik sagte mir, das es zeitlich nicht mehr sinnvoll ist hier anzuhalten. Fotos ja - mehr nicht.   Wenig später eine Kirche im schönem Abendlicht abgelichtet.



Dann nochmals gut 10 km schnurgeradeaus bis zum Horizont. Thorsminde muss ich noch durch und dann endlich wieder Wald. Was bedeutet das? Klar Staatswald und natürlich wieder einen Schlafplatz.



Eine herrliche Strecke führt mich über eine sumpfige Hochfläche. Wieder die Natur pur. Da sehe ich auch schon das Zeichen für den Nachtplatz auf meiner Karte auf dem iPad und die Feldwege stimmen und ich lande nach einem langen Tag mit vielen Kilometern in den Beinen auf dem Lagerplatz, diesmal ohne Shelter aber mit WC, Wasser und Holz incl. Säge und Axt. Das übliche wie jeden Abend läuft jetzt ab.











Mittwoch 29. Juni

Das Frühstück heute im Zelt wegen Dauerregen. Ich lasse mir Zeit und um 11 Uhr ist es trocken. Gepackt war alles und das Zelt als letztes ein und aufpacken und los geht's.

Durch Dünenwege mit viel Natur.



ein Gebiet mit wenig Bebauung








Dann ein Stück Straße und es fängt an zu regnen, nur leicht, aber dann entscheide ich mich doch die Regenjacke anzuziehen. Der Regen nimmt zu und vor allem es hat sich komplett zugezogen. Wenn das heute den ganzen Tag so ...


In der Regenjacke kommt jetzt auch von innen der Schweiss, die Taugen alle nichts. Unter einem kleinen Baum, der mir soeben etwas Schutz bietet, halte ich an. Zwei Mädchen, sich lautstark unterhaltend kommen mir entgegen in kompletten Regensache und grüßen freundlich. Ich meine Regenjacke aus und den Poncho über. Bei dem Wind gar nicht so einfach. Aber ich weiss wie er sitzen muss. Regenjacke verstaut und auf geht es. Das war auch allerhöchste Eisenbahn, ein Wolkenbruch sondergleichen ging nieder. Die Straßen standen voll Wasser. Es goss wie aus Eimern. Mehrmals musste ich den Poncho vor mir vom Wasser entleeren. Das Spiel ging etwa 10-15 Minuten, da sah ich von vorn rechts wie der Himmel aufriss, so schnell konnte man gar nicht gucken und der Regen hörte, wie Hahn abgestellt, auf. Fotos: Natürlich nicht. Diese Regenwand hatte mich von schräg hinten überholt. Auf dem Hügel noch ein paar Bilder gemacht. Gigantisch diese schwarze Wolke. Ich fuhr den Poncho trocken und alles war gut bis hin zum Abend.



Blick zurück - das hat mich überrollt



und das ist der Blick in die Richtung, in die ich fahre





Ich erreichte Søndervik. Von damals kannte ich den Ort. Aber da hat sich was getan. Klar Touris ohne Ende, aber habe ich je soviel Übergewichtige auf so wenig Meter gesehen? Gespräche Eltern - Kinder, Kinder-Eltern - nein lieber nicht. Ich trank meinen Cappu und wollte zu dem Supermarkt. Aber wo ist er? Ein Riesen Steakhaus, Minigolf, Sandskulpturen usw., alles gegen Kohle. Dazu auf diesem Weg auch noch die Autos und die Saison beginnt erst richtig nächste Woche. Und die Krönung war die Disco mit dem vielversprechenden Namen "Poppen".
Jetzt muss ich das Weite suchen.

Parallel zur Küste ging es im Wechsel durch ruhige Dünen und dann zwischendurch die Ferienhaussiedlungen. Ab und zu führt der Weg auch über Campingplätze. Vorbei an dem weissen Leuchtturn von Hvide Sande.



mit dem Holländer bin ich ein paar Kilometer zusammen gefahren




Hvide Sande, wie es wohl da aussieht. Noch am Ortsrand eingekauft. Kaffeebohnen konnte man dort selbstständig mahlen. Gut, etwas gröber für meine "Kaffeemaschine ".  Hier hat sich baulich auch einiges getan. Die Kette outdoor x-perten haben gleich drei große Geschäfte. Sind sehr gut bestückt.



Hvide Sande erreicht



Der Trubel hält sich hier in Grenzen. Der Ort mit ein paar Seitenstrassen ist das Gegenteil von Søndervik. Ich schaue ein bisschen hin und her, besorge mir noch ein Imprägnierungsspray und will mal sehen, ob es den freien Übernachtungsplatz am Hafen noch gibt. Laut View Ranger ja, laut Web nein. Aber noch da. Drei Shelter! Ich besetze sofort einen. Mein nasses Zelt stelle ich in die Sonne. Der kräftige Wind bläßt es sehr schnell trocken. Sogar der Footprint trocknet ab. Jetzt dichte ich alle Nähte vom Aussenzelt ab und die Dachfläche über dem Liegeplatz komplett. Nun sollten die Nähte dicht sein. Diese schwächelten gestern ein bißchen und zeigten erste leichte Tropfen von innen.

Ich schlief heute Nacht im Shelter,  das Zelt vorher trocken reingeholt.



Ferienhaus, nur wenige Meter vom Lagerplatz entfernt



und das ist meine bescheidene Hütte




Donnerstag, 30. Juni

Früh raus, bewölkt, windig.

Egal das komplette Programm läuft ab. Bei Abfahrt kurz nochmal durch den Ort.  Die graue Suppe reißt auf und es wird ein sehr warmer Tag.


Die Geschäfte öffnen erst spät, so das die Straßen noch leer sind. Im ersten Outdoorladen am Hafen vor der Brücke ist schon Betrieb. Der junge Mann von gestern erkennt mich wieder. Kurzes Gespräch und ich radele weiter. Was ist denn das nun wieder? Aus heiterem Himmel schiebt sich so mal eben eine dunkle Wolke heran und lässt es zwei bis drei Minuten regnen. Okay, wieder klare Luft für den Rest des Tages.

Ich verlasse Hvide Sande und schnell führt der Weg wieder in Richtung Dünen. Mal menschenleere Flächen, dann wieder die üblichen Siedlungen.

Ich komme auch an dem Sylvesterdomizil 2015/16 vorbei.



der Durchgang zum Wasser, die Abbruchkante war mittlerweile "begradigt"


auf diesem Highway traf ich Rainer aus Hamburg





kurz vor Nymibdegab


Die Strecke zieht sich, das Militär übt auch auch ein bisschen in den Dünen, damit Bunker und so nicht in Vergessenheit geraten. Nymibdegab, ein Kaffee mit Waffel und Eis. Dabei studiere ich ein bisschen die digitalen Karten. Vorhin hatte ich auf einer sehr breiten Schotterpiste Rainer Heidmann aus HH getroffen, der mir die Info gab, weil ich Hamburg nicht anfahren, geschweige denn durchfahren wollte, das es seit letztem Jahr von Brunsbüttel eine Fähre nach Cuxhaven gibt. Wir tauschten noch Infos aus, seine Frau war vorgefahren, kam aber nicht zurück. Als wir uns verabschiedeten meinte er nur: "Hoffentlich werde ich nicht gleich angeknuspert." Zu Cuxhaven fiel mir Daggi und Roel ein, die als Pilgerer schon mal bei Uschi übernachtet hatten. Daggi kenne ich aus den 80ern vom Rover Club.
Auf meinen Besuch freut sie sich schon. Gut das man das heute per Internet, mail usw. alles so schnell managen kann. Da ich eine Europaflat habe und mein Transfervolumen von 8 GB nutzen kann ist die Nutzung des WWW incl. irgendwelcher Downloads kein Problem. Netz hatte ich in Norwegen zum telefonieren immer und auch meistens 3G und mehr, sowie hier auch in Dänemark. In Deutschland gibt es da schon mal weiße Flecken.

Es ist sehr warm geworden und im Wald wird sich erstmal umgezogen. Anzugserleichterung hieß das früher.





in Oksbøl


Die Karte im Blick geht es weiter. Der NR1 nimmt jetzt eine lange südliche Richtung ein, knickt dann ab weiter gen Osten und wieder hoch. Das kann ich geschickt abkürzen indem ich den Panoramaweg 405 benutze. Ausserdem habe ich nun Rückenwind. Bis hinter Esbjerg will/möchte/muss ich. Ihr wißt ja: von wegen der Logistik. Zuvor schöne breite, sehr wenig befahrene Straßen. Links Wald, rechts militärisches Übungsgelände. Aber heute ruht der Krieg hier. Ich beobachte Uhr und Kilometer. War da nicht eben ein Zelt auf dem kleinen Pfosten?



Mmm. Okay zurück. Laut Karte führt ein Weg zu einem Fischsee und einem Baggerloch. Spielplatz und Kiosk mit Info, aber alles schon länger verlassen. Ein kurzes Stück zurück, denn da zeigte das Zeltzeichen in den Busch. Soll, oder soll ich nicht? Nein, Du musst da rein! Du bist doch viel zu neugierig. Keine 50 Meter und ich stehe vor einem "geilen" Platz. Neue Sitzgarnitur, Holz satt, gespalten und trocken, versteht sich. Eine Infotafel und Gästebuch sind auch da.


Zuwegung zum Lagerplatz - Zeckenfreundlich-







Kurz überlegen, ja natürlich. Sche...  auf die Logistik. Mein Platz heute Nacht. Aus dem trockenen Holz spalte ich mir noch Anmachholz und mit "unbenutzen" WC Papier brennt schnell ein Feuer. So sitze ich hier noch nach 22 Uhr mit einem Rotwein und schreibe meinen Tagesbericht. Die Abendsonne schien hier noch lange rein und konnte meinen USB-Akku doch tatsächlich noch voll bekommen. Unterlegmatte und Schlafsack bekamen auch noch die Sonne aufs Fell.


mein Arbeitsplatz





dann mal Prost auf diesen schönen Platz


Geräusche, ich schaue hoch, ein schöner Deutscher Schäferhund steht neben mir. Ganz ruhig verhält er sich, berührt keine Sachen, leckt mich nicht ab, hört auf "Platz". Also er hat ein Halsband um, ein Wolf ist es nicht. Ruhigen Schrittes sieht er sich um und verschwindet wieder.








Ich lasse dann das Feuer langsam ausgehen und ab in den Sack.




Freitag, 1. Juli

schon fast wieder ne Woche rum.

Start wegen Regen heute morgen etwas später, so gegen halb zehn.

Volle Bewölkung aber trocken und sehr windig, man kann schon von stürmisch sprechen. Richtung Esbjerg geht es. Hier in der Nähe des Meeres immer starker Wind und abends läßt er dann nach.
Durch Hjerting am Ufer Richtung Esbjerg. Dort stehen Häuser, die jedes in sich ein Unikat darstellen. Paar Fotos, man kann nicht alle ablichten.









dieser Weg endet dann hier:











Auf einem Parkplatz ein großer roter Bus: < Sommerbibliothek >
Im Windschatten des Buses halte ich an. Sofort werde ich angesprochen: Woher wohin? Gleich um 12 ist Eröffnung mit Bufett, Sie können herkommen. Aha, ok, aber erst zum Supermarkt. Beim Friedhof an einer ebenfalls besonderen Kirche spricht mich gleich die Gärtnerin an, als ich Wasser hole. Smalltalk und weiter.





Eingekauft im Netto. Über paar Ecken zurück zur Promenade. Zwei wirklich kurze Reden und der Koch erklärt was es gibt und eröffnet das Buffet. Fischsuppe, Krabbencoktail und Nachspeisen sowie Getränke und das alles umsonst.



Dort ein Ehepaar aus München die in Esbjerg auf dem Camingplatz sind, auch Radler, getroffen.

Weiter Richtung Esbjerg.  Dort die 4 großen, 9 Meter hohen, weißen Männer bestaunt.











Das Paar vorhin nochmals gesprochen. Sie fahren jetzt zum Hafen, ich weiter Richtg Tonder, über Ribe welcher ein schöner Ort sein soll.

Unterwegs ein Paar Mit Liegerädern überholt, die auch auf dem Weg Richtung Ribe sind.

An einer Ecke treffen wir die gleiche Entscheidung in Sachen Weg nach Ribe: Nicht auf dem Deich, denn dort führt der Weg direkt oben drauf entlang. Den Wind wollenb wir uns ersparen.

Ich fahre vor und durch eine kurze Pause abseits treffe ich sie in Ribe wieder.

Aussenbereich von Ribe eher nicht ansprechend, aber die Altstadt ganz nett.  Erinnerte mich an Holland mit den kleinen Fluß und den Fischerbooten.


Ein paar Ansichten in Ribe:






















Im Ort entdecke ich eine Buchhandlung die gerade um 18 Uhr schließen will, aber ich bekomme das Buch der freien Plätze noch.

Tønder liegt Kilometermässig nicht mehr drin.


Am Straßenrand







Zur Zeit fahre ich auf keinem Panoramaweg, geschweige denn auf dem NR 1.  Erst nach über 20 Kilometer komme ich wieder auf ausgeschilderte Radwege, dann noch gut über zehn und ich bin auf dem Übernachtungsplatz mitten im Wald.



Richtung Lagerplatz





Irgendwie sieht es nach Regen aus ich baue draußen auf, weil Schwalben hier ihre Jungen füttern und alles etwas beschmutzen. Es ist ein großer überdachter Raum mit Rauchabzug oben im Dach. Der Platz ist auch für Reiter geeignet. Ich sah auch hinter diesem Haus "Parkplätze" für Pferde. Auch hier starte ich wieder das Lagerfeuer. Das Eichenholz ist sehr hart und es dauert ein paar Minuten länger bis ich Kleinholz zum anmachen fertig habe. Aber dann brennt das Feuer und schönes trockenes Eichholz brennt rauchfrei. Kurz vor elf, ich schreib  hier noch am Bericht, fängt es an zu gießen. Das Feuer wird nicht mehr gefüttert und ich verschwinde mal ins Zelt.




















Weiter zur Seite   9


Hier geht es zur Seite  1  2     4   5   6   7   8  9   10