17. Urlaubstag - 2.10. 2010  - Samstag - Letzter Tag in Schweden - Reststrecke Deutschland -


Wetter: bedeckt, trocken

Wegstrecke von diesem Park  bis  zur Fähre  5960 m





Keine Störungen am Abend, bzw. in der Nacht. Auf dem Parkplatz war tote Hose.
Ich frühstücke wie immer und packe. Um kurz nach 7 Uhr kommen die ersten Leute, die Ihre Hunde ausführen zum ka.....
Auf der Straße am Campingplatz vorbei und immer geradeaus. Als die Straße Sackgasse wird (ausgenommen Fahrräder)  biege ich doch lieber nach rechts auf die nächste Straße ab. Wer weiß, wo ich sonst wieder lande. Hier ist dann auch schon bald eine Ausschilderung zur Fähre. Dann erkenne ich es wieder. Ruckzuck bin ich nun beim Check-In. Meine Daten sind da, ich bezahle und kann im Warteraum Platz nehmen.
Ich höre, wie angefragt wird, ob der Biker schon rauf kann? Über Funk wird das bejaht. "Hat er eine Warnweste?" Da ich keine habe, bekomme ich so ein Stück leihweise. Neue Hafenordnung! Das meiste der Weste verdeckt mein Rucksack. Aber wir entsprechen der Hafenordnung. Zur Auffahrt, trotz roter Ampel und  hoch auf  -Deck 5-. Karte abgeben, Rad abstellen, vertäuen und auf Deck -7-. Das Schiff ist wie die Peter Pan aufgebaut und somit brauche ich nichts suchen. Ist wie bei Aldi.
Ich mache noch ein paar Aufnahmen und setze mich nieder. Es ist nicht viel los. Ich kann jetzt den Bericht fertig machen. Um 18.30 Uhr will der Kapitän in Travemünde sein.
Nach gut zwei Stunden Fahrtzeit - es ist 12 Uhr passieren wir eine Insel, nein das muss Dänemark sein,  rechts von uns in Fahrtrichtung.  Eine Hohe senkrechte Küste. Die Fahrt verläuft bis jetzt, 13:45 Uhr sehr ruhig. Fast blauer Himmel und Sonnenschein.
Jetzt 15.00 Uhr sehe ich mehere Frachter, aber auch ein nicht allzu großes Segelboot hier neben uns auf dem Wasser. Das Segelboot hat etwas mehr mit den Wellen zu tun, als unsere Fähre.
Ich hab mal mit dem Kaptän gesprochen, ob er seinen Dampfer nicht mal etwas schneller bewegen kann, damit wir früher da sind. Und? Es hat geklappt. Er hat gut und gerne 20 Minuten schneller angelegt. Da konnte ich nämlich wieder einen Zug früher nehmen. Hat zwar am Ende nichts gebracht, aber trotzdem.
Es ist nur erstaunlich wie so ein Dampfer mit seinen vielen Tonnen Gewicht so genau angelegt wird. Und man staunt. Da kann man sogar als Radfahrer rausfahren, ohne störende Absätze zu verspüren. Barrierefrei nennt man das bei der Bundesbahn. Gibt es da aber längst nicht überall. Na ja, die Schienen sind mal höher, mal niedriger. Ein bißchen vermessen. Dafür gibt es extra eine Seite im Netz, damit man weiß, wo man hinfällt und wo nicht.
und das war meine restliche Strecke bis zur Fähre:
Während dieser Tour habe ich insgesamt über 1200 km auf dem Rad zurückgelegt. Rad und Gepäck zusammen wogen ungefähr X kg. Davon habe ich ca. Y kg zuviel mitgehabt. Eigentlich hätte es demnach nur Z  wiegen müssen.
Fragt mich nicht nach richtigen Gewichtsangaben, es war auf jeden Fall immer noch zu viel. Einiges hätte ich eigentlich per Post nach Hause schicken sollen. Das nächste Mal wird es weniger und irgendwann hat man Minusgewicht.


Hier endet nun der Bericht. Fast.

Der letzte Weg wird sein, das ich mit der Bahn über Lübeck/Hamburg nach Bremen fahren werde. Dort werde ich dann bis Montag bleiben. Beim wem wohl?
Klar bei meiner Lebensgefährtin.

Erst dann trete ich die letzten 50 km nach Hause an. Vermutlich mit dem Rad - habe jetzt ja Übung, obwohl mein Popo schon etwas Ruhe gebrauchen könnte.

Die Seite mit der Ausrüstung wird nach und nach aufgebaut mit Erfahrungsberichten.


Ich hoffe alle hatten Spaß beim Lesen dieser Seiten.

Über ein Feedback würde ich mich freuen


der

Martin


Ach doch noch ein kleiner Nachtrag:

Also Lübeck-Kücknitz in den Zug gestiegen. Am Samstag fährt da nicht die Bimmelbahn, wie bei der Hinfahrt, sondern schon ein RE, und der fährt nach HH durch. Man da habe ich ja Glück. Ein Umstieg weniger. Jetzt noch schnell die Karte aus den Automaten geholt. HB, 1 Person, 2. Klasse, Bahncard ja/nein und Fahrrad???, na gut extra. Geld in den Schlund, Karte wird gedruckt und das Restgeld kommt auch noch. Alles klar. Aber wie komme ich jetzt an die Fahrradkarte(n) wegen Anhänger zwei. Auch Anwesende sind ratlos. Nochmal, irgendeiner dieser Button muss doch irgendwann mal Fahrradkarten ausgeben. Ja, hier! Nicht zurück gehen, ich weiß gar nicht wie ich dieses Feld erreicht habe. Egal zwei Karten, jetzt nimmt er bei 9 € nicht den 20er. Habe aber noch gerade soviel an Kleingeld. Karte kommt, der Zug auch. Radabteil natürlich im ersten Waggon und ich stehe hinten. Rauf auf das Rad.
Rein in den Zug. Irgendwie weiß die Bahn immer noch nicht was ein glatter Einstieg für Freude machen würde. Nicht nur für mich, auch ältere Menschen würden sich sicherlich freuen. Oder ist der Fahrgast Mensch bei der Bahn unerwünscht?  Manchmal beschleicht mich das Gefühl. Oder aber weiß man nicht, das es ein "Urmeter" gibt, an denen sich alle halten. Es muss doch möglich sein, das alle Züge mit den Bahnsteigen oder umgekehrt harmonieren. Irgendwie denke ich da wahrscheinlich zu naiv.

Irgendwann kommt  auch der Schaffner. Ich sagte ihm das mit den Radkarten am Automaten und er: "Ja, die Software wurde zum 1.10. geändert, wir haben da auch gestern Kenntnis von erhalten und wissen gar nicht wie die neuen Button aussehen. Ich kann Ihnen da keine Hilfe sein. Aber das soll doch jetzt alles "anwenderfreundlich" sein?"

Das kenne ich doch irgendwo her?

HH ist schnell erreicht. Und schon wieder Glück. Ich brauche den Bahnsteig nicht wechseln. Ein ab und an und ab und ankoppeln bleibt mir erspart.  

Als erstes kommt mir jemand bekanntes entgegen. Als zweites läuft mir Rüdiger Nehberg etwas gehetzt über den Weg, denn der ICE hatte Verspätung, mit dem er gerade kam und jetzt muss er schnell zum Anschlusszug.

Aber dieser Bahnhof erzeugt bei mir eigentlich sofort ein Unwohlsein. Gröhlende, betrunkene Jugendliche -Männlein wie Weiblein- schreien umher, als ob sie auf dem Markt einen Preis gewinnnen wollen. Alte aufgepeppte Männer mit solargebräunten "Schönheiten" Verwahrloste, die die Mülltonnnen absuchen. Dazwischen irgendwelche Lautsprecherdurchsagen bei durchfahrenden Zügen. Irgendwie verrückt. Dann höre ich noch die letzten Bruchstücke, daß mein Zug von Gleis 8a/b jetzt auf Gleis 14 abfährt. Jetzt! ?
Wieso kann solch eine Durchsage nicht auch optisch angezeigt werden? Es läuft doch auch Text, das der ICE ca. 5 Minuten später eintrifft. Das läuft auch noch, als er wieder weiterfährt.  Technik 2010? Lieber sollte man auf die überall blinkende und wechselnde Reklame verzichten und solche Hinweise optisch einblenden. Servicepersonal auf den Bahnsteigen gibt es augenscheinlich nicht mehr. Der Mann mit der auffälligen Mütze, der wurde eingespart und die Lautsprecheranlagen wurden auf leeren Bahnhöfen getestet.

Jetzt habe ich 1 Stunde Aufenthalt. Der Zug kommt etwas früher und ich kann in Ruhe mein Gespann in den fast leeren Zug rangieren und für die Ausfahrt wenden.
Bremen. Ich steige aus und mit dem Fahrtstuhl geht es runter. Ohhh  die Polizei aus Deutschland macht einen Ausflug nach Bremen. An allen Ecken und Kanten immer mehrere Beamte - na ja man erwartet wohl etwas wegen der anstehenden Feierlichkeiten morgen am 3.10. .
Ich fahre nun die letzten paar Kilometer zu meiner Liebsten.


Oder?

Oder war es die Ruhe in Schweden, die dortige Gelassenheit, das man mich das hier "verrückt" macht?
Gut das ich in einer Kleinstadt wohne, wobei HB am Wochenende schon nah an HH ist. Auch hier liegt einiges im Argen. Oder liegt das dann doch am Alter?


Und was kommt dabei raus?

Ich glaub, ich bin urlaubsreif


Die Gesamtroute in der Übersicht


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