12. Urlaubstag - 27.09. 2010, Montag


Wetter: Bedeckt aber trocken, windig, nachmittags leichte Feuchtigkeit, kein richtiger Regen

Wegstrecke von Torsas  bis  zum Nachtplatz im Wald  81 Km,  46,8 Höchstgeschwindigkeit,  Durchschnitt = 12,6 km/h

Tagesdurchschnitt aber nur 7 km/h - viele auch unfreiwillige Stopps



Heute erst ein paar Rückschläge, dann aber auf Erfolge
Aber langsamn nacheinander. Noch hält der Reifen. Schon 7 km runter. Das heißt aber nichts.
Die Straßen sind feucht, den Regen heute Nacht habe ich im Wald nicht mitbekommen. Wildgänse am Himmel, die nach Süden ziehen. Ein Zeichen das es kälter wird. Hier an der Straße viele große Steinflächen, die fast ebene Flächen haben, und das nicht zu klein.
               

26 Kilometer - mitten in der Pläne - Luft weg. Ja, einen Schlauch habe ich noch, der muss nun noch bis Karlskrona halten, das sind noch ca. 12 Kilometer.
Kaum zu sehen, aber ich sehe ein Stück Wild in der Bildmitte.
Hier überall Naturschutzgebiete
Ich wechsle und weiter geht es. Kurz vor Karlskrona - wo könnte man nun einen Radladen finden. Diese Frage stellt sich kurz vor Karlskrona von selbst. Das Hinterrad eiert doch? Paff, ein lauter Knall und die Luft ist komplett weg. Was nun. Auf der linken Seite viele Pferde auf der Weide und das Schild "Distriktsveterinärerna"  Das sieht doch gut aus. Ich schiebe mein "Long vehicle" zum Eingang. Sieht aus wie eine große Tierarztpraxis. Man hilft mir sofort. Eine Angestellte und auch die Chefin (sehe ich später an den Aufnahmen der Angestellten) weiß ein Laden sehr dicht bei und eine Besucherin mit Hund weiß einen weiteren Laden in gleicher Richtung etwas weiter. Die Dame an der Anmeldung druckt mir einen Plan aus. Ich kann das Rad hier stehen lassen.
Etwas mehr als einen Kilometer zu Fuß und ich finde "Ronny's Cykel och Sport" neben einen der vielen Autofirmen. Kann er mir helfen? Viele Gebrauchträder vor dem Laden. Der Chef kommt mit einem gutem MTB in der Hand  mir im Laden entgegen. Er kann gut englisch und weiß was ich brauche. Einen gute Conti Tourendecke und den passenden Schlauch. Als Pfand gebe ich 50 €, da ich jetzt erst mal zurückwill, den Reifen wechseln will, und dann wiederkommen werde. Kein Problem.
Ruckzuck zurück - gewechselt - nochmals bei den Leuten in der Anmeldung bedankt und mit dem Rad zu Ronny.

Ich mache den Reifen nochmals ab (mittlerweile habe ich Übung) und wir sehen uns die Felge an. Die ist, wie auch die Nabe sehr gut. Nur das Felgenband sollten wir erneuern, da das alte doch sehr hart und brüchig geworden ist, das wird den Schlauch aufgerieben haben. Die Speichen sind auch alle okay, da gibt es keine Probleme. (Ansonsten hätte ich ggfs. ein neues Hinterrad gekauft) Ich nehme noch einen zusätzlcihen Schlauch mit, bezahle und nach Einbau fahre ich weiter.     
Den Laden gebe ich auch gleich im Internet weiter.                          
Hier wurde vorzüglich geholfenAber, und auch hier half man mir sofort
In Richtung Rönneby/Kallinge geht es weiter. Irgendwie schlecht ausgeschildert. Ich lande dann in Kallinge und beim dortigen Bahnhof schlürfe ich noch einen Cafe und überlege wie ich weiterfahren soll. Hier im Cafe Internet an zwei iMacs möglich -gegen gute Bezahlung-. Rönneby und Kallinge gehen ortsmäßig  fast ineinanderüber.
 Jetzt weiter gen Westen - raus aus den Ort. GPS und Karte vergleichen. Wo kann es einen Platz geben?
Da ein Schild Vandrahem. Ich frage Passanten, ob sie wissen, wie weit das wohl entfernt ist. Ein Kilometer. Na gut denke ich mir, ansehen kostet nichts. Und tatsächlich nach gut einem Km stehe ich davor. Ein großes zweistöckiges, neues Holzhaus. 220 Kronen für eine Nacht. (Nicht teuer) Ich überlege kurz. Bezahlen geht nur Cash -keine Karte- "Können Sie morgen früh Geld holen und dann bezahlen." Okay. Wenn, dann würde ich jetzt Geld holen, da ich morgen früh, früh weiter will.
Nee mache ich doch nicht. Ich werde einen Platz finden. Da bin ich mir sicher. Zurück ein bißchen, das GPS führt mich durch kleinste Wege auf den richtigen Pfad, den ich ja hierfür verlassen hatte.
Wo also noch Straßenlaternen den Weg säumen ist damit nicht zu rechnen. Genauso, wo sich schöne Seen befinden. also weiter. Endlich auf einer Nebenstraße. Jetzt langsam wird es wieder interessant. Eine Baustelle. Massives Gestein muss hier maschinell und z.T. mit sprengen zur Seite geschafft werden. Also rechts in den Wald komme ich nicht rein. Die Baustelle kann ich nicht mit dem "Gespann" überwinden. Ahhh  da hinten ein Holzlagerplatz. Da geht es bestimmt rein. Tatsächlich es führt ein Weg in den Wald. Neben dem großen Holzhaufen ein Pkw. Ich kann kaum erkennen, ob da jemand drin sitzt. Vorsichtshalber fahre ich ran und ein Mann steigt aus. Ich frage ihn, ob ich hier wohl im Waldin einem Zelt übernachten könne? Das ist kein Problem, sie sind herzlichst willkommen, das ist meine Farm. Nicht ganz alles in Deutsch, aber so halb und halb mit englisch. Er wünscht mir eine gute Nacht, ich solle mir mal einen Platz suchen.
Ich bedanke mich und düse los. Nach einigen hundert Meter das richtige Campgelände. Ein schöner Hochwald und weiches Moos. Schnell ist das Zelt aufgebaut. Gemütliches Plätzchen.
Nachts weht es ganz schön -aber nur in den Baumwipfeln- hier unten am Boden merkt man nichts. Im halbdunkeln sehe ich die Bäume am Waldrand sich ganz schön gegen den Wind stemmen. Es ist schon enorm, wie sich ein Baum so "wiegen" kann, ohne abzubrechen.
Es wird eine ruhige Nacht.
Ein schöner Nachtplatz
und hier?




Der Eigentümer dieser Behausung



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