13.1.2007   Miranda (südl. von Sydney) nach Windsor

Vom heutigen Tage gibt es nicht mehr ganz so viel zu berichten, oder gerade doch?
Wir geben morgens die Schlüssel beim Office ab und wollen auch noch die Gasflsche füllen lassen. "Wiegen? Ja das müßte man eigentlich, aber das macht hier niemand. " sagt der Campingwart. Also verzichten wir drauf, denn es ist noch einiges drin und einfach nur 20 A $ zu zahlen für wenige Kilogramm wäre reine Verschwendung.  Wir verabschieden uns per Handschlag.

So zuckeln wir los. Richtung Westen an Sydney vorbei. Denkste. Immer noch viel Verkehr und wenig Beschilderung. Liverpool, ich denke ein kleiner Ort, entpuppt sich als Industrieort ohne Ende. Mehrmals unterqueren wir die M 7. Auf der Karte ist das nicht zu erkennen. Wir fahren auf relativ neuen Straßen, die mit Sicherheit noch nicht eingezeichnet sind. Auch die M 7 (kostet Geld) ist zum Teil recht neu. Die Betonpfeiler haben noch keinen Schmutz angesetzt. Endlich sind Pinrith, Windsor und Richmond ausgeschildert. In aller Ruhe fahren wir zum Abstellplatz für das Auto in Lodonderry. Wir fragen nach,  wann es morgen früh recht wäre. "Kommt man so um 08.30 Uhr, das ist okay." Wir fahren nach Richmond und holen uns ein letztes Mal ein ordentliches Beefsteak für ein letztes Barbecue. Aldi nimmt sein Leergut nicht zurück. Es muss irgendwo, irgendwelche Depots geben, wo solch Leergut angenommen wird. Gesehen haben wir noch keines. Also ab in die runde Tonne.
Beim Bahnhof gucken wir nach, was wohl die Fahrt zum Airport kosten wird. 18 A $ pro Person. Immerhin billiger als mit dem Auto und mit Sicherheit streßfreier. Der Officer meint noch, daß wir die Karten morgen früh bei ihm kaufen können. Das Office sei ab 03.30 Uhr besetzt.

Auf dem ausgehängten Statdplan sehen wir einen Park mit Wasser ganz in der Nähe. Nach letztmaligen Volltanken laufen wir diesen an. Wie üblich mit Sitzplätzen, WC und Barbecue. Diese Lagune ist stark frequentiert. Immer wieder kommen Leute, die hier Rast machen. Dann drei gleiche, alte RR Silver Shadow. Eine Hochzeitsgesellschaft. Braut und Bräutigam werden fotografiert. Dann fahren sie zurück.

Ein Mann mit zwei kleiner Kindern kommt heran und spricht uns an. Er ist Holländer, hat seine australische Frau in den Niederlanden kennengelernt und ist dann mit rübergegangen. Innerhalb von 14 Tagen habe er Arbeit gehabt. Er ist im Gartenbau beschäftigt und will auch nicht wieder zurück in die Heimat. Seit dem es in den Euro gibt, erst rechts. Hier ist es viel schöner. Ich habe Arbeit, ein schönes Haus mit viel Platz drumherum und Zugang zum Wasser. Das hätte ich mir in meiner Heimat nicht leisten können. Das Wetter zu Weihnachten, wir kamen drauf, als wir uns über unsere Reiseroute unterhielten, war seit 70 Jahren nicht mehr so schlecht. Ein Jahr vorher hatten sie zu Weihnachten über 40 Grad. Aber jetzt ist es ja im Augenblick auch sehr gut. Die Gefahr von Buschbränden ist enorm gestiegen und es gibt auch wohl schon wieder Gebiete in denen diese wüten. Wir bekommen davon nichts mit - genauso wenig wie auch anderen Sachen, die in der Welt passieren. Zeitungen lesen wir nicht und Radio hatten wir eigentlich nie an. Wir werden nichts verpasst haben. Auch als wir Internet zur Verfügung hatten, haben wir uns nicht weiter informiert.

Beefsteak und Resteessen ist angesagt. Eine Gruppe junger Russen, die hier für ein Jahr arbeiten, machen ebenfalls Barbecue. Schnell wird es dunkel und wir verbringen die letzte Nacht in Australien.
Und das war die eigentlich schlechteste Nacht. Warum? Die Russen sind ruhig und verschwinden. Kurz nach Mitternacht kommen Pkw vorgefahren. Junge Leute machen hier Fete. Sie beläsigen uns nicht, sind lediglich nicht unbedingt leise. Ich rutsche nach vorn, starte den Motor und fahre weg. 500 Meter weiter halte ich an und verbleibe den Rest der Nacht dort. Um 6 Uhr ist die Nacht vorbei. Schnell zurück zum Park. Dort frühstücken und ab gehts es zum Stellplatz. Wir werden schon erwartet. Letzte Kontrolle und wir werden zum Bahnhof in Richmond gebracht. Den Zug um 08.46 Uhr erreichen wir noch. Nach gut 70 Minuten Fahrzeit sind wir in der Central Station. Ein Sackbahnhof für die Züge, nicht für die Vorortbahnen. Alle steigen aus, wirklich alle? Manche bleiben beharrlich sitzen und auf Rückfrage wissen sie nicht, ob hier die Endstation ist. Der Zug bewegt sich nicht weiter. Ich erkenne dann, daß es der Sackbahnhof ist und raus. Mit dem Lift nach unten, 50 Meter laufen, Lift nach oben und wenige Minuten später rauschen wir in Richtung International Airport.
50 Kilogramm können wir gemeinsam in den Koffern haben. Das erreichen wir fast. Wir packen noch etwas um und warten auf das Check-in um 13.30 Uhr.

Ich hoffe, alle die diese Seiten lesen, Freude daran haben. Es sind bestimmt noch div. Fehler enthalten, aber ich habe die Seiten nicht großartig durch einen Lektor überprüfen lassen. Seht einfach drüber weg. Don't worry!



-----------  Schlussstrich ? ----------------  Nein  -----  deshalb auch eine gepunktete Linie ----------


Es ist die letzte Nacht auf diesem Kontinent. Morgen, am Sonntag werden wir um 16.55 Uhr Sydney verlassen. Über Singapur, Frankfurt werden wir am Montag gg. 10.00 Uhr im naßkalten Bremen landen. Diesmal scheint es schneller zu gehen, aber das täuscht. Wir "überholen" lediglich die Uhrzeit.

1820 Kilometer sind wir insgesamt gefahren. Das ist für diesen Kontinent nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein. Um mehr zu sehen, auch die anderen Landstriche, wie das Outback, oder die tropische Zone muss man schon weit mehr Zeit aufbringen. Mit unseren jetzigen Erfahrungen  dieses Land und die Menschen zu beschreiben, wäre mit Sicherheit nicht richtungsweisend. Dazu haben wir viel zu wenig gesehen. Mir selbst hat es sehr gut gefallen, zumal es hier noch viel unberührte Natur gibt und natürlich die ganz andere Tierwelt. Ich habe noch viele andere Tiere gesehen, die ich nicht alle beschrieben habe, aber zum Teil fotografieren konnte.
Auch die Menschen, die wir getroffen haben, waren alles sehr nett und hilfreich. Der Straßenverkehr ist in der Stadt, wie auch auf dem Lande, lange nicht so stressig, wie bei uns. Vielleicht liegt es auch an den höheren Strafen, die in der Sommerferienzeit dann auch noch verdoppelt werden. Aber in vielen Situationen, die ich erlebet habe, meine ich sagen zu können, es wird einfach relaxter gefahren.


Es wird noch eine Schlußseite kommen und natürlich auch eine Bildergalerie mit vielen Bildern ohne Worte, einfach zum anschauen.


die letzten Bilder von heute:

karteplatz
platzschwan



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