TUMUT 2. und 3. 1.07 und weiter nach Cooma
Am
Morgen sprechen wir mit einer Frau, die in der Nähe mit Mann
übernachtet hat. Ihr Mann ist schon mit dem Rad losgefahren in
Richtung Melbourne. Sein Training. Er hat morgen ein Rennen mit dem
MTB. Sie fährt jetzt mit dem Mobil hinterher und nimmt ihn wieder
auf. Beide kommen aus England und leben hier schon seit etlichen Jahren.
Dann
rollt ein Lkw mit Doppelkabine und Extrakabine auf den Parkplatz. Der
Fahrer, ganz cool mit Blaumann, Stiefel, Cowboyhut und dunkler
Sonnenbrille. Mit ihm verlassen auch die anderen das Fahrzeug, um hier
beim Barbecue zu früstücken.. Allesamt in grün
gekleidet. T-Shirt wie Sporthose. Irgendwie komisch. Mitglieder vom
Rotaryclub? Nein! Arbeiter, die den Platz säubern wollen? Nein.
Ich frage. Es sind Gefangene. Sie sind im Wald, um dort zu arbeiten.
Wir gehen noch am reißenden Fluß Tumut entlang, als zwei
der Gefangenen ein Bild von sich gemacht haben wollen. Ich mache es.
Dann noch eine kleine Gruppenaufnahme mit Big Boss. Ich bekomme von ihm
eine Mailanschrift und schon am nächsten Tag konnte ich ihm die
Bilder zusenden. Es waren schon urige Typen. Allerdings werde ich die
Aufnahmen hier nicht veröffentlichen. (Nicht das irgendjemand
Verwandschaft erkennt)
Nach
dem Frühstück fahren wir in den Ort, um eine Möglichkeit
zu finden ins Internet zu kommen. Dabei wollen wir immer mit den
eigenen Notebooks ins Netzt. Gar nicht so einfach.
Also:
Infocenter: kein Internet
Cafe daneben: der Besitzer weiß leider nicht seine Verschlüsselung bzw. das richtige Passwort
Bibliothek: Internet nur an vorhandenen PC
Book-Shop: Kein Problem mit Netzkabel
Als
ich den zweiten PC anschließen will, am HUB, läßt sich
die Dame, das erklären. Das kannte sie nicht, daß das
so einfach mit einem Netzkabel geht. (Ich hatte eines mit)
Wir
arbeiten beide im Internet. Ich lasse meine Seiten aktualisieren. Das
sind etliche MB und dauert. Die Mails kann ich zwar empfangen, aber
nicht versenden. Es geht nicht. Ich nehme an, daß der Router oder
der Provider das unterbindet. Nach über einer Stunde, der Book
Shop hat eigentlich schon zu, sind wir fertig und zahlen zusammen 10 $.
Wir kaufen noch ein für das Barbecue heute abend. Wir bleiben in Tumut, denn dort stehen wir ganz unbehelligt.
Abends gibt es ordentlich viel Fleisch, was wir ja ansonsten kaum essen. Aber es schmeckt hier ganz gut.
Diese
Plätze, hier war es ein Platz vom Rotary Club, sind immer gut
ausgerüstet. Barbecue -umsonst- Wasser vorhanden- und auch
Toiletten, die sauber und ordentlich sind.
3.1.07
Früstück im Freien bei Temperaturen schon schnell über 25 Grad.
Heute
geht es in Richtung Cooma, gute 185 Kilometer auf dem Snowy Mountain
Highway. Obwohl wir uns bis auf fast 1500 Meter (10 Meter fehlten noch)
hocharbeiten, besser der Toyo, haben wir Temperaturen von weit
über 30 Grad. Trotzdem angenehm. Ein großer Stausee ist zu
erkennen, der aber lange nicht mehr zu 100 % gefüllt ist.
Herrliche Bilder können wir machen. Da müßte man doch
rankommen? Ein Schotterweg führt uns bis ans Wasser. Bis fast.
Denn ganz ranfahren, dann hätten wir unsere Sandbleche benutzen
dürfen. Wir merken das schnell, als wir uns nur noch zu Fuß
dem Wasser nähern wollen. Es ist sehr matschig, auch auf den
scheinbar ausgetrockenten Stellen.Unterwegs sehen
wir viele Kängurus. Leider alle am Straßenrand verendet.
Aber auch lebende sehen wir noch ab und zu. In den Hochebenen sieht es
aus wie in der Tundra. Erst kurz vor Cooma wieder vermehrt Rinder und
Schafherden.In Cooma treffen wir auf die
Holländer aus Blackheath. Er wurde von einen einheimischen
Landroverfahrer angesprochen, bzw. sein zweijähriger Sohn
"Papa there is a Landrover!" hat dem Vater das Auto gezeigt. Er
konnte uns einen Übernachtungsplatz, wenige Kilometer vom Ort
entfernt, empfehlen.Im Ort selbst Internetzugang in einem Raum ohne Bedienung. 6 PC mit Zahlmöglichkeit. Mac Donalds soll auch Internet haben. 400m
weiter sehen wir ihn. Tatsächlich bestes Ineternet per WLan.
Leider ist das Passwort nicht richtig, so daß wir nicht frei
surfen können. Ich zahle per Viascard und habe ein schnelles Netz
zur Verfügung und kann sogar meine Mails ohne Schwierigkeiten
abschicken.
Wir essen einen Salat und fahren zum
Übernachtungsplatz. Ein paar Leute tauchen auf, sogar ein
älteres Ehepaar, was hier noch am Fluß angeln will und auch bis spät in der Nacht am Fluß sitzt.
Es ist auch hier, wie an den anderen Plätzen in der Nacht totenstill. Ungestört können wir hier übernachten.
Hier unten jetzt ein paar Bilder vom Tage
Oben links: Talsperre von oben aus gesehen
Oben rechts: Wir haben den Weg gefunden und sind am Wasser
Mitte links: Toyo dicht am Wasser
Mitte rechts: Wie schnell schaffe ich die nächste Kurve
Unten links: Snowy Mountain Highway
Unter rechts: Autoverkauf und Schrottplatz mitten im Wald
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