18.6. 2025 Mittwoch - Letzter Tag




6:00 Uhr aufstehen und 08:00 Uhr Abfahrt 👍🏼

Die Sonne steht schon am blauen Himmel

Um 6:00 Uhr waren es 10° und um 8:00 Uhr 14°

Die Strecke zum Bahnhof Elten, 36 Kilometer, kurz hinter der Grenze war genau getimt. Zwei Stunden
sollte klappen. Die Radwege hier sind gut und ich kann zügig fahren. Die Strecke führte u.a. von West
nach Ost quer durch Arnhem, incl. der Vororte.

Ein paar Bilder meist bei voller Fahrt – anhalten – absteigen – ist nicht drin

Trollybus in Oosterbeek ein Vorort von Arnhem

Mitten in Arnhem

Bei diesen Wegen kann man Kilometer machen



Es geht über die Ijssel



Ich hatte sogar bis zum Grenzübertritt noch Luft nach oben. Da kam dann aber kurz hinter der Grenze
ein Bahnübergang. In meine Richtung standen schon einige Autos, wie auch auf der Gegenspur. Oh,
hoffentlich kommt der Zug gleich. Es dauerte – die Zeit lief -. Da kommt er im wahrsten Sinne des Wortes
angekrochen der IC. Ich dachte schon, er wird vom Personal geschoben.
Endlich durch. Ich trete in die Pedale. Hier muß ich wieder richtig aufpassen, da Radwege plötzlich aufhören
und an der anderen Seite weitergehen. Natürlich ohne jegliche Querungshilfen.

In Elten rechts ab, gute 200 Meter noch - den Bahnübergang passiert – kein Zug in Sicht! Ich habe es pünktlich
geschafft.

Um Punkt 10:00 Uhr bin ich vor Ort, schiebe das Rad zum Bahnsteig und? Da kommt die nette Durchsage:

Der Zug nach Düsseldorf fällt heute aus.“ Scheiße! Rufe ich vor Wut. Hört eh niemand.



Um die Zeit zu überbrücken, 1 Stunde, radel ich bis Emmerich zum nächsten Bahnhof. Das sind nur 8 km,
die es
aber in sich haben. Radwege wo? Überflüssig.
Überquerungshilfen? Wir sind gerade aus dem Krieg, das können wir nicht alles schaffen.

Vorfahrt achten? Warum? Der Radfahrer muss aufpassen, der hat keine Knautschzone.

In Emmerich war es mehr oder weniger vorbei mit Radwegen . Ich komme über einen Markt, dann muss ich
ja schon den Geländegang einlegen. Man fragt sich, was hier
gemacht, wenn ich mir die zerbombte Fläche
so ansehe.

Noch schnell einen Latte macchiato und ein Stück Kuchen hier in der Bahnhofsbäckerei und um 11:09 Uhr,
pünktlich fährt
der Zug ab!

Ich fahre bis Duisburg und muss mich dann von Gleis 2 auf Gleis 10 sputen. Wenn ich es nicht schaffe,
muss ich eine Stunde warten.

Es klappte natürlich, weil der andere Zug 8 Minuten Verspätung hatte. Wenn du gut bist, und holst diese
Verspätung bis
Osnabrück auf, wäre das gut, denn ansonsten muss ich 1 Stunde warten.

So wie es jetzt aussieht um 14:03 Uhr hat er immer noch 9 Minuten Verspätung. ☹️ Also ganz relaxt
aussteigen zum Gleis 14 schlendern schauen
wo man das findet und warten.
Wäre dann immer noch früh genug in Wildeshausen um gleich bei der Post aus dem Postfach zu holen
und anschließend zur
Packstation.

Aber es läuft anders. Wir kommen fast pünktlich an. 👍🏻 Ich habe 4 Minuten. Raus aus dem Zug, hohe
Stufen, da alter RE.

Und wo ist nun der Hinweis zum Gleis 14? Da sehe ich es und ab geht’s. Es geht die Treppe runter um zwei
Ecken und man muss die Leute richtig laut ansprechen, damit sie ihren Kopf mal vom Handy hoch
nehmen
und gucken und dann bin ich unten auf dem Bahnsteig.


Wo steht denn jetzt die Gleis Nummer?


Ich sehe einige Leute hektisch in eine Richtung rennen, in der ich auch wohl laufen muss. Stimmt, da ist Gleis 14
und da steht der Zug - keine Minute mehr Zeit. Ich spute mich.

Rein in Zug und gut, dass der Zug der NWB ein gutes Fahrradabteil hat. Und drin bin ich. Puh. Tja, der Motor läuft
vom Zug, aber bewegt
sich nicht, obwohl die Abfahrtszeit vorbei ist.

Dann die Durchsage: „Wir haben ein kleines technisches Problem. Wir lösen es gerade und hoffen bald losfahren
zu können.“
Dieses bald zieht sich auf 18 Minuten. Unterwegs müssen wir noch mal einen kurzen Zwischenhalt machen, um einen
verspäteten Gegenzug passieren zu lassen. Dann geht es ohne Pannen weiter bis Wildeshausen.

Ab zur Postfiliale und zur Packstation.
Und dann bin ich auch schon zu Hause.


Schnell mähe ich noch einige Quadratmeter Rasen, um dort mein Tipi aufstellen zu können.

War die Sonne vorhin schon mal längere Zeit verschwunden, ist sie jetzt wieder voll gut da und die Waschmaschine
muss zwei mal waschen und es wird fast alles trocken. Der Rest muss die Nacht draußen verbringen. Die nächste
Maschine wird morgen früh gestartet, wenn die Sonne das Solarpaneel beflutet.


Da werde ich heute Nacht noch mal ne schöne Zeltnacht verbringen. Das mitgenommene Tarptent wird morgen im
Laufe des Tages aufgestellt, um es zu reinigen. Allerdings muss ich auch an den Kirschen ran. Der Baum hängt voll,
wie schon seit Jahren nicht mehr.



Ich rufe am nächsten Tag Freunde an, die sich einige 10 Liter Eimer füllen.

Nun geht es wieder den geregelten „Wahnsinn“ nach. 😀



Strecke heute bis zum Bahnhof Emmerich






Die komplette Strecke







Startseite der Hollandtour



und Ende der Tour 😔


zurück zum Portal