Island 2017 mit dem Rad
von Martin Bruns
Anfragen / Feedback an island2017@ewe.net
Und hier gehts zum "Blog" :
https://trackmytour.com/BMIPW#1542748
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Mittwoch, 16. August 2017 bis Mittwoch, 23. August 2017
Mittwoch, 16. August 2017 und Donnerstag 17. August
Gestern abend gab es bereits Regen, der aber nach gut einer halben Stunde wieder aufhörte. Heute morgen in aller Frühe hörte ich ihn dann, den Regen. Ein Blick nach draußen sagte mir, das das heute der erste Regenfahrtag werden wird. Ich hegte zwar noch ganz etwas die Hoffnung, das der Himmel noch aufreißt, aber bei Windstille wohl eher nicht. Als letztes verschwand das nasse Aussenzelt im wasserdichten Packsack. Ich startete sehr spät. Gemütlich rollte ich auf der 96 entlang. Wie immer etwas hügelig. Den nächsten Campingplatz sah ich mir nur interessehalber an. Kleine Wiese, zwei Toiletten, die nicht einladend aussahen und rochen. Ein Waschbecken zum spülen. Natürlich alles in kalter Ausführung. Die Holzhütte, oder besser Baracke hat schon bessere Zeiten gesehen. Dieser Platz ist auch in der Campingcard enthalten. Kurz ein Tee und weiter. Dauerregen, aber nicht sehr ergiebig.
Unterwegs bei einem verlassenen Blockhaus mehrere Personen vorn auf der Terasse. Sie winken mir zu und rufen, das ich herkommen soll. Franzosen, die gerade Brotzeit machen. Sie laden mich ein und wir können uns englisch verständigen.
Weiter am Fjord entlang. Vor Faskrudsfjördur liegt der Campingplatz. Noch nicht viel los. Toilettenanlage warm und sauber und Duschen, einfach aber auch warm und sauber. Nach fünfzig Kilometer Regenfahrt reicht es.
Schnell das nasse Aussenzelt aufgestellt. Ganz langsam hört der Regen auf, aber die Luftfeuchtigkeit liegt bei 100%, dazu windstille.
Trocken wird so nichts. Meine Merinowäsche ist feucht vom Schweiß. Die wechsle ich erstmal gegen trockene.
Erst spät am Abend kommt eine ältere Dame und kassiert. Der Platz hat sich in den Abendstunden gut gefüllt. Anschließend werden die Räumlichkeiten gesäubert. Später erfahre ich, das sie dreißig Kilometer weiter noch einen Campingplatz besitzt.
Mein Zeltnachbar aus Düsseldorf ist mit einem Dieselmotorrad von Herrn Sommer unterwegs. Es ist ein Hatzdiesel, wie sie auch auf Rüttelplatten ihren Dienst versehen. Wir schnacken viel über Technik.
Die Duschzeit ist spätabends vorbei und vorher schon inspiziert weiß ich wie ich eine Leine dort befestigen kann, um meine nassen Sachen trocknen zu können. Spanngurt und Gummi und ruckzuck hängt die Wäsche. Morgens, bevor jemand wieder Dusche benutzt ist die warme trockene Wäsche schon bei mir im Zelt.
Donnerstag, 17. August:
windig, bewölkt mit viel blauem Himmel. Da kann das Zelt mal wieder richtig trocken werden. Was mache ich denn? Fahre ich weiter, oder bleibe ich einfach noch eine Nacht? Ich bleibe noch eine Nacht, werde in den Ort fahren, shoppen, Fotos machen usw.
Der Platz leert sich zusehends. Nach der Sightseeingtour wird erstmal gemütlich und schön heiß geduscht, was im Preis enthalten ist. Jetzt fehlt nur noch ein kleiner geschützter Raum, um sich dort hinsetzen zu können. Man kann nicht alles haben, dafür hat man ja schließlich sein Zelt.
Die Wäsche trocknet ratzfatz in der Sonne und den heute mal böigen Wind. Ansonsten ist heute relaxen, klönen und wieder nichtstun angesagt.
Die Überlegungen für morgen in Sachen Weiterfahrt werden letztendlich erst morgen früh nach Wetterlage entschieden. Ich hätte wohl Lust die 955 zu fahren, die am Fjord in Richtung Reydarfjördur führt um dort vorher noch einmal wild zu campen. Die Option, falls ich keine zwei bis vier Quadratmeter fast planen Boden finde, auf den Campingplatz habe ich dann immer noch. Donnerstag geht morgens die Fähre ab Seydisfjördur, also sollte ich dort am Mittwoch auf dem dortigen Campingplatz aufschlagen. Das ist noch ein bisschen hin, aber jetzt möchte ich meine "Restzeit" hier in Island noch gemütlich verbringen.
Gestern abend gab es bereits Regen, der aber nach gut einer halben Stunde wieder aufhörte. Heute morgen in aller Frühe hörte ich ihn dann, den Regen. Ein Blick nach draußen sagte mir, das das heute der erste Regenfahrtag werden wird. Ich hegte zwar noch ganz etwas die Hoffnung, das der Himmel noch aufreißt, aber bei Windstille wohl eher nicht. Als letztes verschwand das nasse Aussenzelt im wasserdichten Packsack. Ich startete sehr spät. Gemütlich rollte ich auf der 96 entlang. Wie immer etwas hügelig. Den nächsten Campingplatz sah ich mir nur interessehalber an. Kleine Wiese, zwei Toiletten, die nicht einladend aussahen und rochen. Ein Waschbecken zum spülen. Natürlich alles in kalter Ausführung. Die Holzhütte, oder besser Baracke hat schon bessere Zeiten gesehen. Dieser Platz ist auch in der Campingcard enthalten. Kurz ein Tee und weiter. Dauerregen, aber nicht sehr ergiebig.
Unterwegs bei einem verlassenen Blockhaus mehrere Personen vorn auf der Terasse. Sie winken mir zu und rufen, das ich herkommen soll. Franzosen, die gerade Brotzeit machen. Sie laden mich ein und wir können uns englisch verständigen.
Weiter am Fjord entlang. Vor Faskrudsfjördur liegt der Campingplatz. Noch nicht viel los. Toilettenanlage warm und sauber und Duschen, einfach aber auch warm und sauber. Nach fünfzig Kilometer Regenfahrt reicht es.
Schnell das nasse Aussenzelt aufgestellt. Ganz langsam hört der Regen auf, aber die Luftfeuchtigkeit liegt bei 100%, dazu windstille.
Trocken wird so nichts. Meine Merinowäsche ist feucht vom Schweiß. Die wechsle ich erstmal gegen trockene.
Erst spät am Abend kommt eine ältere Dame und kassiert. Der Platz hat sich in den Abendstunden gut gefüllt. Anschließend werden die Räumlichkeiten gesäubert. Später erfahre ich, das sie dreißig Kilometer weiter noch einen Campingplatz besitzt.
Mein Zeltnachbar aus Düsseldorf ist mit einem Dieselmotorrad von Herrn Sommer unterwegs. Es ist ein Hatzdiesel, wie sie auch auf Rüttelplatten ihren Dienst versehen. Wir schnacken viel über Technik.
Die Duschzeit ist spätabends vorbei und vorher schon inspiziert weiß ich wie ich eine Leine dort befestigen kann, um meine nassen Sachen trocknen zu können. Spanngurt und Gummi und ruckzuck hängt die Wäsche. Morgens, bevor jemand wieder Dusche benutzt ist die warme trockene Wäsche schon bei mir im Zelt.
Donnerstag, 17. August:
windig, bewölkt mit viel blauem Himmel. Da kann das Zelt mal wieder richtig trocken werden. Was mache ich denn? Fahre ich weiter, oder bleibe ich einfach noch eine Nacht? Ich bleibe noch eine Nacht, werde in den Ort fahren, shoppen, Fotos machen usw.
Der Platz leert sich zusehends. Nach der Sightseeingtour wird erstmal gemütlich und schön heiß geduscht, was im Preis enthalten ist. Jetzt fehlt nur noch ein kleiner geschützter Raum, um sich dort hinsetzen zu können. Man kann nicht alles haben, dafür hat man ja schließlich sein Zelt.
Die Wäsche trocknet ratzfatz in der Sonne und den heute mal böigen Wind. Ansonsten ist heute relaxen, klönen und wieder nichtstun angesagt.
Die Überlegungen für morgen in Sachen Weiterfahrt werden letztendlich erst morgen früh nach Wetterlage entschieden. Ich hätte wohl Lust die 955 zu fahren, die am Fjord in Richtung Reydarfjördur führt um dort vorher noch einmal wild zu campen. Die Option, falls ich keine zwei bis vier Quadratmeter fast planen Boden finde, auf den Campingplatz habe ich dann immer noch. Donnerstag geht morgens die Fähre ab Seydisfjördur, also sollte ich dort am Mittwoch auf dem dortigen Campingplatz aufschlagen. Das ist noch ein bisschen hin, aber jetzt möchte ich meine "Restzeit" hier in Island noch gemütlich verbringen.
Bilder vom Donnerstag
Motorrad mit Dieselmotor
Auch jemand, der Steine sammelt
Egilsstadir mein erster Platz ---
Freitag, 18. August 2017
Heute geht es weiter. Der Wind hat das Zelt gut getrocknet. Aber was ist mit dem Wetter? Ein bisschen Sonne, aber das meiste sind dicke und dunkle Wolken. Ein paar Tropfen beim Start. Ich verlasse den Ort in Richtung Osten auf der 955 . Kurz nach Ortsende eine Infotafel zu französischen Seemännern und unten am Wasser der Friedhof.
Noch habe ich guten Rückenwind und die Hügel spüre ich kaum. Das ändert sich später, aber ist nicht gravierend. Die Straße wechselt von Teer auf Schotterpiste, die aber bestens befahrbar ist, ausser zum Teil vielen Schlaglöchern. Steinschlaggefahr überall. Da liegen ganz schöne Brocken auf der Schrägen rum.
Schon nach wenigen Kilometern wieder Teerdecke. Ein leerstehendes Haus, oder auch nicht? Ich mache Fotos und innen sieht es aus, als ob da doch manchmal Leben ist. Spuren dorthin - eigentlich nicht - Ein bissen Schrottplatz.
Den nächsten Campingplatz wollte ich heute nicht mehr schaffen, weil ich mal wieder wild campen wollte, einfach auch, um Ruhe zu haben. Aber wo, so das mich niemand sieht. Ich sehe einen Schotterweg rechts der Strasse ins Gelände gehen. Laut Navi endet er nach einigen hundert Metern. Zuerst gehe ich ein Stück, um zu schauen kein Haus - einfach nichts. Ich radele den Weg hinein um zwei Ecken und ward nicht mehr gesehen.
Ausblick habe ich von hier auf das große Aluminiumwerk von Reydarfjödur und auf den Ort im Nebenfjord. Der Wind nimmt zu. Laut Wetterapp ist hier starker Wind zu erwarten. Einen windgeschützten Platz finde ich hier nicht und bin froh auf dem weichen Moos einen Platz zu finden. Das Zelt steht und wird vom Wind rangenommen. Ich verankere die Heringe in den felsigen Boden. Dank Titan in 5 mm Dicke klappt das ganz gut. Zusätzliche dicke Steine sichern das Zelt.
Ich mache noch einen kurzen Gang den Weg entlang, der bei einem kleinen Leuchtfeuer endet. Zurück muss ich gegen den Wind kämpfen. Bisher hat das Zelt schon einige Stürme hier überlebt ohne abzuheben. Ich hoffe das das heute Nacht auch so ist.
In der aufkommenden Dunkelheit leuchtet das Aluminiumwerk. Überall sieht man das Feuer der großen Öfen. Im Tal des Ortes hält sich eine dicke helle Wolke. Ich hoffe der Wind wird sie bis morgen wegfegen.
Heute geht es weiter. Der Wind hat das Zelt gut getrocknet. Aber was ist mit dem Wetter? Ein bisschen Sonne, aber das meiste sind dicke und dunkle Wolken. Ein paar Tropfen beim Start. Ich verlasse den Ort in Richtung Osten auf der 955 . Kurz nach Ortsende eine Infotafel zu französischen Seemännern und unten am Wasser der Friedhof.
Noch habe ich guten Rückenwind und die Hügel spüre ich kaum. Das ändert sich später, aber ist nicht gravierend. Die Straße wechselt von Teer auf Schotterpiste, die aber bestens befahrbar ist, ausser zum Teil vielen Schlaglöchern. Steinschlaggefahr überall. Da liegen ganz schöne Brocken auf der Schrägen rum.
Schon nach wenigen Kilometern wieder Teerdecke. Ein leerstehendes Haus, oder auch nicht? Ich mache Fotos und innen sieht es aus, als ob da doch manchmal Leben ist. Spuren dorthin - eigentlich nicht - Ein bissen Schrottplatz.
Den nächsten Campingplatz wollte ich heute nicht mehr schaffen, weil ich mal wieder wild campen wollte, einfach auch, um Ruhe zu haben. Aber wo, so das mich niemand sieht. Ich sehe einen Schotterweg rechts der Strasse ins Gelände gehen. Laut Navi endet er nach einigen hundert Metern. Zuerst gehe ich ein Stück, um zu schauen kein Haus - einfach nichts. Ich radele den Weg hinein um zwei Ecken und ward nicht mehr gesehen.
Ausblick habe ich von hier auf das große Aluminiumwerk von Reydarfjödur und auf den Ort im Nebenfjord. Der Wind nimmt zu. Laut Wetterapp ist hier starker Wind zu erwarten. Einen windgeschützten Platz finde ich hier nicht und bin froh auf dem weichen Moos einen Platz zu finden. Das Zelt steht und wird vom Wind rangenommen. Ich verankere die Heringe in den felsigen Boden. Dank Titan in 5 mm Dicke klappt das ganz gut. Zusätzliche dicke Steine sichern das Zelt.
Ich mache noch einen kurzen Gang den Weg entlang, der bei einem kleinen Leuchtfeuer endet. Zurück muss ich gegen den Wind kämpfen. Bisher hat das Zelt schon einige Stürme hier überlebt ohne abzuheben. Ich hoffe das das heute Nacht auch so ist.
In der aufkommenden Dunkelheit leuchtet das Aluminiumwerk. Überall sieht man das Feuer der großen Öfen. Im Tal des Ortes hält sich eine dicke helle Wolke. Ich hoffe der Wind wird sie bis morgen wegfegen.
Samstag, 19. August 2017
In der Nacht ließ der Sturm nicht nach. Aber ich vertraute dem Zelt und meiner Verankerung. Am frühen Morgen hatte der Sturm zwar nachgelassen, aber windig war es immer noch. Dazu schien die Sonne zwischen den dicken Haufenwolken. Noch gute 15 Kilometer bis Reydarfjödur. Ich ließ mir Zeit. Die Strecke bis zur Straße hatte ich ein bisschen Hilfe vom Wind. Das änderte sich aber schlagartig als ich die Straße gen Westen fuhr. Starker Gegenwind, so das sogar bei bergabfahrten gestrampelt werden mußte. Die Straße wechselte zwischendurch von Asphalt auf Schotter und wieder Asphalt. Steile Anstiege, die zwar aus der Ferne gut aussahen, aber nur mit dem ersten Gang gefahren werden konnten. Dann links ein breiter Fluss mit einigen kleinen Wasserfällen. Teepause im Windschatten. Ich machte einige Fotos. Wenige Autos kamen vorbei. Die meisten fuhren zügig vorbei. Einer hielt an und die Beifahrerin fotografierte wohl das Rad und ich nehme an auch mich bei der Pause. Den Wasserfall konnte man von der Strasse aus eigentlich nicht fotografieren, oder man/frau nimmt auch Schrottbilder in kauf. Aber aussteigen bei diesem Wind ist auch zuviel.
Aber es gibt auch Ausnahmen. Ein weiteres Paar fuhr von der Fahrbahn runter und stieg aus und kraxelte so wie ich vorhin hinauf.
Gegenüber Reydarfjödur mit mehreren "Hochhäusern" und Siedlungen vermutlich für die Arbeiter des Aluminiumwerkes.
Weiter geht es. Dann die Abzweigung, links kommt die Straße aus dem Tunnel, rechts geht es Richtung Reydarfjödur und Egilstadir. Ich fahre in den Ort. Der Campingplatz sofort am Ortseingang. Zwei Wiesen, Toiletten, Duschen, kleiner warmer Aufenthaltsraum mit Waschmaschine und Trockner und Spüle sowie Platz zum kochen.
Ganz kurze Runde durch das Dorf und zurück zum Platz. Ich baue das Zelt auf. Eine schöne Wiese, trocken und keine Felsen darunter. Aber warum so schief und buckelig? Eine Wasserwaage kennen die hier nicht.
Aber ich habe schon schwieriger gecampt. Das Zelt steht und nach Kaffee und Keks noch eine Runde durch den Ort. Auch bis zum Aluminiumwerk fahre ich. Die Straße geht weiter nach Eskifjördur. Fast am Ende des Werkes sehe ich ein kleines Häuschen. Niedlich, genau die richtige Größe für mich. Leider verschlossen. Informationtafel dazu auch hier bei den Bildern.
Ein merkwürdiges Schiff durchfährt den Fjord und das mehrmals. Ich google den Namen und es ist ein Spezialschiff. Starke Pumpen saugen das Wasser auf und ja, irgendetwas passiert damit. Das habe ich noch nicht rausgefunden.
Den niedlichen Wasserfall von heute morgen kann ich auch ausmachen. Die Wassermenge für den Fjord ist nicht einmal ein "Fliegenschiss". Langsam zurück zum Campingplatz. Es dauert nicht lange da kommt die Kassiererin mit der bargeldlosen Maschine. Eine junge, ich nehme an Thai säubert derweil die Duschen und Toiletten. Mein Ausweis wird anerkannt und hier gibt es auch keine Extragebühr/Kurtaxe . Ein paar Mietwagenbenutzer unterhalten sich und tauschen Infos aus. In 10 Tagen fahren sie einmal rum und besuchen im Schnelldurchgang verschiedene Sehenswürdigkeiten. Diverse Regentage waren leider auch dabei, so das umdisponiert werden musste. Und dann diese Preise hier "Das war der teuerste Urlaub in meinem Leben". Der zweirad angetriebene kleine Kastenwagen nur für Straßen ohne F davor kostete 1900 €. Ich hatte in den acht Wochen nur drei Tage mit Regenwetter. Habe lange nicht alles gesehen, aber trotzdem genug erlebt.
Essen, Tagebuch und in den Sack.
In der Nacht ließ der Sturm nicht nach. Aber ich vertraute dem Zelt und meiner Verankerung. Am frühen Morgen hatte der Sturm zwar nachgelassen, aber windig war es immer noch. Dazu schien die Sonne zwischen den dicken Haufenwolken. Noch gute 15 Kilometer bis Reydarfjödur. Ich ließ mir Zeit. Die Strecke bis zur Straße hatte ich ein bisschen Hilfe vom Wind. Das änderte sich aber schlagartig als ich die Straße gen Westen fuhr. Starker Gegenwind, so das sogar bei bergabfahrten gestrampelt werden mußte. Die Straße wechselte zwischendurch von Asphalt auf Schotter und wieder Asphalt. Steile Anstiege, die zwar aus der Ferne gut aussahen, aber nur mit dem ersten Gang gefahren werden konnten. Dann links ein breiter Fluss mit einigen kleinen Wasserfällen. Teepause im Windschatten. Ich machte einige Fotos. Wenige Autos kamen vorbei. Die meisten fuhren zügig vorbei. Einer hielt an und die Beifahrerin fotografierte wohl das Rad und ich nehme an auch mich bei der Pause. Den Wasserfall konnte man von der Strasse aus eigentlich nicht fotografieren, oder man/frau nimmt auch Schrottbilder in kauf. Aber aussteigen bei diesem Wind ist auch zuviel.
Aber es gibt auch Ausnahmen. Ein weiteres Paar fuhr von der Fahrbahn runter und stieg aus und kraxelte so wie ich vorhin hinauf.
Gegenüber Reydarfjödur mit mehreren "Hochhäusern" und Siedlungen vermutlich für die Arbeiter des Aluminiumwerkes.
Weiter geht es. Dann die Abzweigung, links kommt die Straße aus dem Tunnel, rechts geht es Richtung Reydarfjödur und Egilstadir. Ich fahre in den Ort. Der Campingplatz sofort am Ortseingang. Zwei Wiesen, Toiletten, Duschen, kleiner warmer Aufenthaltsraum mit Waschmaschine und Trockner und Spüle sowie Platz zum kochen.
Ganz kurze Runde durch das Dorf und zurück zum Platz. Ich baue das Zelt auf. Eine schöne Wiese, trocken und keine Felsen darunter. Aber warum so schief und buckelig? Eine Wasserwaage kennen die hier nicht.
Aber ich habe schon schwieriger gecampt. Das Zelt steht und nach Kaffee und Keks noch eine Runde durch den Ort. Auch bis zum Aluminiumwerk fahre ich. Die Straße geht weiter nach Eskifjördur. Fast am Ende des Werkes sehe ich ein kleines Häuschen. Niedlich, genau die richtige Größe für mich. Leider verschlossen. Informationtafel dazu auch hier bei den Bildern.
Ein merkwürdiges Schiff durchfährt den Fjord und das mehrmals. Ich google den Namen und es ist ein Spezialschiff. Starke Pumpen saugen das Wasser auf und ja, irgendetwas passiert damit. Das habe ich noch nicht rausgefunden.
Den niedlichen Wasserfall von heute morgen kann ich auch ausmachen. Die Wassermenge für den Fjord ist nicht einmal ein "Fliegenschiss". Langsam zurück zum Campingplatz. Es dauert nicht lange da kommt die Kassiererin mit der bargeldlosen Maschine. Eine junge, ich nehme an Thai säubert derweil die Duschen und Toiletten. Mein Ausweis wird anerkannt und hier gibt es auch keine Extragebühr/Kurtaxe . Ein paar Mietwagenbenutzer unterhalten sich und tauschen Infos aus. In 10 Tagen fahren sie einmal rum und besuchen im Schnelldurchgang verschiedene Sehenswürdigkeiten. Diverse Regentage waren leider auch dabei, so das umdisponiert werden musste. Und dann diese Preise hier "Das war der teuerste Urlaub in meinem Leben". Der zweirad angetriebene kleine Kastenwagen nur für Straßen ohne F davor kostete 1900 €. Ich hatte in den acht Wochen nur drei Tage mit Regenwetter. Habe lange nicht alles gesehen, aber trotzdem genug erlebt.
Essen, Tagebuch und in den Sack.
Fussballhalle -viel Aluminiun Schule Schwimmbad
Sonntag, 20. August 2017
Bewölkt, bisschen Sonne.
Heute auf dem Weg nach Egilsstadir. Eventuell, sollte es noch davor einen schönen Platz geben, würde ich auch nochmals wild campen wollen.
Am Ortsende ein digitales Hinweisschild auf Wind und Temperatur. Ich lasse es heute bewusst langsam angehen. Es geht stetig aufwärts, dazu ein leichter Gegenwind. Mal mehr mal weniger. Zwischendurch etwas abseits windgeschützt Teepause.
An den Bergen rechts und links jede Menge kleinere und größere Wasserfälle. Dann direkt an der Straße eine eingezeichnete Schutzhütte, die aber leider komplett zugeschraubt ist. Abfall liegt rum, eigentlich das erste Mal. Ansonsten sehr wenig Abfall ,eher nichts.
Im Augenblick keinen Ausblick auf ein wild campen. Eine Möglichkeit sehe ich noch an einer Straße, die nacht rechts zu einem Ort führt und dort endet. Dann kommt sie. Ich kann weit ins Tal schauen, wo sie hinführt. Begleitet von einem breiten Flussdelta. Ein Hinweisschild weist auf Allradantrieb und 18% Steigung/Gefälle hin. Nichts für mich. Egilsstadir ist noch neun Kilometer entfernt. Die nächsten Campingplätze sind zu weit entfernt, als das ich sie heute noch erreichen will.
Also auf zum bekannten Campingplatz. Dort treffe ich auf Reisende, die ich am Anfang meiner Tour gesehen habe. Andere haben mich erwartet, sie wussten, das ich komme. Erkennungszeichen: Piniongetriebe!
Annemarie, auch bekannt wie ein bunter Hund ist auf dem anderen Campingplatz. Sie will noch weiter und Bekannte besuchen. Kann sein, das sie den Platz noch wechselt.
Bewölkt, bisschen Sonne.
Heute auf dem Weg nach Egilsstadir. Eventuell, sollte es noch davor einen schönen Platz geben, würde ich auch nochmals wild campen wollen.
Am Ortsende ein digitales Hinweisschild auf Wind und Temperatur. Ich lasse es heute bewusst langsam angehen. Es geht stetig aufwärts, dazu ein leichter Gegenwind. Mal mehr mal weniger. Zwischendurch etwas abseits windgeschützt Teepause.
An den Bergen rechts und links jede Menge kleinere und größere Wasserfälle. Dann direkt an der Straße eine eingezeichnete Schutzhütte, die aber leider komplett zugeschraubt ist. Abfall liegt rum, eigentlich das erste Mal. Ansonsten sehr wenig Abfall ,eher nichts.
Im Augenblick keinen Ausblick auf ein wild campen. Eine Möglichkeit sehe ich noch an einer Straße, die nacht rechts zu einem Ort führt und dort endet. Dann kommt sie. Ich kann weit ins Tal schauen, wo sie hinführt. Begleitet von einem breiten Flussdelta. Ein Hinweisschild weist auf Allradantrieb und 18% Steigung/Gefälle hin. Nichts für mich. Egilsstadir ist noch neun Kilometer entfernt. Die nächsten Campingplätze sind zu weit entfernt, als das ich sie heute noch erreichen will.
Also auf zum bekannten Campingplatz. Dort treffe ich auf Reisende, die ich am Anfang meiner Tour gesehen habe. Andere haben mich erwartet, sie wussten, das ich komme. Erkennungszeichen: Piniongetriebe!
Annemarie, auch bekannt wie ein bunter Hund ist auf dem anderen Campingplatz. Sie will noch weiter und Bekannte besuchen. Kann sein, das sie den Platz noch wechselt.
Montag, 21. August 2017
Heute morgen bei Sonnenschein gefrühstückt und dabei soziale Kontakte gepflegt. So ging das bis Mittag. Schnell beim Netto um die Ecke eingekauft und dann startklar für eine Radrunde gemacht. Raus aus Egilsstadir und nach rechts ab in die Einsamkeit. In drei Stunden glatt fünf Autos gesehen. Die Schotterpiste ließ sich gut fahren. Gemütlich radele ich dahin. Bei einem Wasserfall, der jetzt ein Kraftwerk ist, mache ich Pause. Zurück über einen Hügel und am Gletscherfluss zurück. Dann stosse ich auf die 1 und zurück Richtung Egilsstadir. 73 Kilometer war diese Nachmittagstour aber ohne Gepäck nicht so anstrengend. Abendbrot und im Gemeinschaftsraum den Tagesbericht fertigen und dann wie immer in den warmen Sack.
Heute morgen bei Sonnenschein gefrühstückt und dabei soziale Kontakte gepflegt. So ging das bis Mittag. Schnell beim Netto um die Ecke eingekauft und dann startklar für eine Radrunde gemacht. Raus aus Egilsstadir und nach rechts ab in die Einsamkeit. In drei Stunden glatt fünf Autos gesehen. Die Schotterpiste ließ sich gut fahren. Gemütlich radele ich dahin. Bei einem Wasserfall, der jetzt ein Kraftwerk ist, mache ich Pause. Zurück über einen Hügel und am Gletscherfluss zurück. Dann stosse ich auf die 1 und zurück Richtung Egilsstadir. 73 Kilometer war diese Nachmittagstour aber ohne Gepäck nicht so anstrengend. Abendbrot und im Gemeinschaftsraum den Tagesbericht fertigen und dann wie immer in den warmen Sack.
Dienstag, 22.August 2017
Ein wirklich entspannter Tag heute. Nichts gemacht. Mit jenem und jener über Gott und die Welt gesprochen. Am späten Nachmittag zum View Point hinter dem Campingplatz gelaufen. Wollte nur ein paar Fotos machen. Ein Birkenpilz,zwei, drei usw. Blaubeeren über Blaubeeren, zwar nicht sehr süß, da nicht genug Sonne, dafür um so mehr. Ich wieder zum Camp, Messer und Leinensack geholt und Pilze gesucht. Die habe ich da oben denn gleich fertig gemacht. Für eine Pfanne voll hat es gereicht. Blaubeeren habe ich gleich da oben vernascht.
Der Campingplatz füllt sich langsam. Auch auf dem separaten Platz für Zelter kommen, wo ich stehe Hiker und Radfahrer. Bei den Hikern sind es heute ausnahmslos junge Frauen, allein oder zu zweit, die ihr Zelt aufbauen. Man unterhält sich und gibt Tipps und Infos weiter. Im Gemeinschaftsraum lasse ich den Abend ausklingen.
Ein wirklich entspannter Tag heute. Nichts gemacht. Mit jenem und jener über Gott und die Welt gesprochen. Am späten Nachmittag zum View Point hinter dem Campingplatz gelaufen. Wollte nur ein paar Fotos machen. Ein Birkenpilz,zwei, drei usw. Blaubeeren über Blaubeeren, zwar nicht sehr süß, da nicht genug Sonne, dafür um so mehr. Ich wieder zum Camp, Messer und Leinensack geholt und Pilze gesucht. Die habe ich da oben denn gleich fertig gemacht. Für eine Pfanne voll hat es gereicht. Blaubeeren habe ich gleich da oben vernascht.
Der Campingplatz füllt sich langsam. Auch auf dem separaten Platz für Zelter kommen, wo ich stehe Hiker und Radfahrer. Bei den Hikern sind es heute ausnahmslos junge Frauen, allein oder zu zweit, die ihr Zelt aufbauen. Man unterhält sich und gibt Tipps und Infos weiter. Im Gemeinschaftsraum lasse ich den Abend ausklingen.
Mittwoch, 23. August 2017
Komplett zugezogen ist es heute morgen. Nebel oder die Wolken. Frühstück, packen wie üblich. Gegen 11 Uhr beim Abschied nehmen von Annemarie und anderen kommt langsam die Sonne durch. Ich radele los. Die vier Kilometer Steigung mit 10% fahre ich langsam durch. Dann noch ein Stück Hochebene. In der Sonne sitze ich bei einem großen Baucontainer. Noch wenige Kilometer geht es über die Hochebene, dann geht es nur noch bergab bis Seydisfjordur. Ich lasse es rollen, bremse aber trotzdem, um noch zu fotografieren. Vor acht Wochen bin ich diese Steigung hochgekrochen.
Im Ort angekommen erstmal zum Campingplatz. Noch gibt es gut Platz. Am frühen Abend sah das dann schon anders aus. Die Sachen werden etwas umgeräumt. Ich nehme für das meiste eine Lowridertasche mit.
Am Donnerstagfrüh geht es zur Fähre und am Samstagmittag werden wir in Hirtshals einlaufen. Bis dahin wird Internetmäßig nichts laufen. Erst ab Dänemark wird zumindestens in Trackmytour etwas kommen. Die Webseiten werden dannauch irgendwann aktualisiert. Das teile ich dann in Track.... mit.
Bis dahin - jetzt einige Bilder von heute incl. vom Ort hier
Komplett zugezogen ist es heute morgen. Nebel oder die Wolken. Frühstück, packen wie üblich. Gegen 11 Uhr beim Abschied nehmen von Annemarie und anderen kommt langsam die Sonne durch. Ich radele los. Die vier Kilometer Steigung mit 10% fahre ich langsam durch. Dann noch ein Stück Hochebene. In der Sonne sitze ich bei einem großen Baucontainer. Noch wenige Kilometer geht es über die Hochebene, dann geht es nur noch bergab bis Seydisfjordur. Ich lasse es rollen, bremse aber trotzdem, um noch zu fotografieren. Vor acht Wochen bin ich diese Steigung hochgekrochen.
Im Ort angekommen erstmal zum Campingplatz. Noch gibt es gut Platz. Am frühen Abend sah das dann schon anders aus. Die Sachen werden etwas umgeräumt. Ich nehme für das meiste eine Lowridertasche mit.
Am Donnerstagfrüh geht es zur Fähre und am Samstagmittag werden wir in Hirtshals einlaufen. Bis dahin wird Internetmäßig nichts laufen. Erst ab Dänemark wird zumindestens in Trackmytour etwas kommen. Die Webseiten werden dannauch irgendwann aktualisiert. Das teile ich dann in Track.... mit.
Bis dahin - jetzt einige Bilder von heute incl. vom Ort hier