Dienstag, 11. Juli 2017
Eine schöne ruhige Nacht. Heute morgen trocken, windstill und zum Teil Sonnenschein. Temperatur um die 11 Grad. Beim packen kommer zwei Hiker aus Frankreich, die in Richtung Askja wandern.
Ich starte etwas später. Es geht nördlich. Die Strecke ist heute von sehr gut bis Hammerhart. Nicht umsonst nur für hochgelegte Geländewagen geeignet. Als ich dann auf die nummernlose Strasse/Piste abbiege geht es richtig los. Wenig schieben, aber Steine und Felsstrecke vom Feinsten. Über große Lavaplatten, kleine Furten, kurze steile Abfahrten mit bis zu 30 cm Absätzen. Hoch zum Teil nicht anders. Mir blieb es dann nicht erspart, aus den Sattel zu kommen, um das zu schaffen. Klopfte mich dann immer selbst auf die Schulter. Manchmal habe ich gedacht, das schaffste nicht - und dann doch. Mitten in der Einöde wieder twei Hiker aus Frankreich. Kurz darauf die Hütte im Dyngjufjöll. Klein aber fein. Niemand vor Ort. Wenn man übernachtet kommt das Geld in einen Briefkasten. Ich radele weiter und Landschaft rechts und links ändert sich ständig. Immer wieder Fotos machen. Auch ein paar Filme vom Fahren gemacht. Langsam taste ich mich über Wege, die man bei uns nicht kennt in Richtung Westen. Ich will zum Aldeyyarfoss. Dann plötzlich ein ganz anderes Landschaftsbild. Grüne Flächen mit Schafen und die Vogelwelt wird auch wieder mehr. Dann gelange ich an einen Fluss. Hier wimmelt es vor Mücken. Mir bleibt nichts anderes übrig, als hier irgendwo zu übernachten. Anti Brumm regelte das Mückenproblem vorzüglich. Der Fluss ist nicht wie bei uns in einem Bett eingefercht, sondern hier fließt er frei durch die Landschaft mit vielen Verzweigungen und kleineren Wasserfällen. Bis kurz nach 22 Uhr (hier) sitze ich draußen und schreibe. Noch ist die Sonne nicht untergegangen. Fast wolkenloser Himmel bedeutet wieder eine kühle Nacht. Aber mein Schlafsack hält mich warm.
Eine schöne ruhige Nacht. Heute morgen trocken, windstill und zum Teil Sonnenschein. Temperatur um die 11 Grad. Beim packen kommer zwei Hiker aus Frankreich, die in Richtung Askja wandern.
Ich starte etwas später. Es geht nördlich. Die Strecke ist heute von sehr gut bis Hammerhart. Nicht umsonst nur für hochgelegte Geländewagen geeignet. Als ich dann auf die nummernlose Strasse/Piste abbiege geht es richtig los. Wenig schieben, aber Steine und Felsstrecke vom Feinsten. Über große Lavaplatten, kleine Furten, kurze steile Abfahrten mit bis zu 30 cm Absätzen. Hoch zum Teil nicht anders. Mir blieb es dann nicht erspart, aus den Sattel zu kommen, um das zu schaffen. Klopfte mich dann immer selbst auf die Schulter. Manchmal habe ich gedacht, das schaffste nicht - und dann doch. Mitten in der Einöde wieder twei Hiker aus Frankreich. Kurz darauf die Hütte im Dyngjufjöll. Klein aber fein. Niemand vor Ort. Wenn man übernachtet kommt das Geld in einen Briefkasten. Ich radele weiter und Landschaft rechts und links ändert sich ständig. Immer wieder Fotos machen. Auch ein paar Filme vom Fahren gemacht. Langsam taste ich mich über Wege, die man bei uns nicht kennt in Richtung Westen. Ich will zum Aldeyyarfoss. Dann plötzlich ein ganz anderes Landschaftsbild. Grüne Flächen mit Schafen und die Vogelwelt wird auch wieder mehr. Dann gelange ich an einen Fluss. Hier wimmelt es vor Mücken. Mir bleibt nichts anderes übrig, als hier irgendwo zu übernachten. Anti Brumm regelte das Mückenproblem vorzüglich. Der Fluss ist nicht wie bei uns in einem Bett eingefercht, sondern hier fließt er frei durch die Landschaft mit vielen Verzweigungen und kleineren Wasserfällen. Bis kurz nach 22 Uhr (hier) sitze ich draußen und schreibe. Noch ist die Sonne nicht untergegangen. Fast wolkenloser Himmel bedeutet wieder eine kühle Nacht. Aber mein Schlafsack hält mich warm.
Island 2017 mit dem Rad
von Martin Bruns
Anfragen / Feedback an island2017@ewe.net
Und hier gehts zum "Blog" :
https://trackmytour.com/BMIPW#1542748
von Martin Bruns
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Dienstag, 11. Juli bis zum Sonntag, 16. Juli 2017
Mittwoch, 12. Juli 2017
War es noch gestern, oder schon heute? Egal. Das erste Auto, ein alter Range Rover fuhr vorbei in die Richtung, von der ich her kam. Später hörte ich nochmal ein Auto, oder habe ich es geträumt?
Gegen 03:00 Uhr wurde ich wach. Entweder weil die Blase drückte, oder war es der Wind, der am Zelt rüttelte. Ich stand auf und konnte dann auch noch gleich mit ein paar Heringe das Zelt ruhig stellen.
Am Morgen dann wieder das übliche Programm.
Ich starte und fahre am Fluss entlang. Ab und zu muss ich Tore öffnen um weiterzukommen. Lange Zeit fahre ich noch durch grünes Land. Aber doch immer wieder tauchen dann Lavagestein auf. Auf Schotterpisten geht es weiter. Dann Abzweige ohne Schilder. Navi und Karten müssen herhalten und das innere Navi. Dann finde ich den Weg zum Aldeyjarfoss. Noch 2,4 Km das werden nochmals einige Hügel bedeuten und das bei Gegenwind. Irgendwann kommt dann der Parkplatz. Vater mit drei Söhnen kommt gerade zurück. Er erklärt mir anhand seiner Karte, wie ich nachher weiterfahren muss. Die vier suchen sich einen windgeschützen Platz, um etwas zu essen.
Jetzt sind es noch gut 2 km bis zum Wasserfall. Ein Stück kann ich noch fahren, dann ist Schluss. Ich stell das Rad ab, weder an- noch abgeschlossen nehme Regenhose, Kamera usw. mit. Hoch und runter durch grün aber auch Lavagestein bis die große Aussichtsplattform erreicht wird. Erinnerte mich ein bisschen an den Preikestolen in Norwegen. Nur hielt fällt man nicht ganz so tief. Touristen? Ja, zwei. Ein junger Mann aus der Tschechei und ich. Auch er macht Fotos. Ist schon gigantisch dieser Wasserfall. Interessant ist dieser Fall auch wegen dem Säulenbasalt. Ich mache Aufnahmen und Filme. Auf der anderen Seite sind mehr Touristen zu sehen. In Höhe des Wasserfalls sehe ich in bestimmt einen Kilometer weiter einen zweiten doppelten Wasserfall. Das Getöse ist weithin zu hören. Die Formen des Gesteins und des Lavas faszinieren mich. Fotos! Irgendwann muss ich zurück. Hier zelten hätte was. Aber das Rad bekomme ich hier nicht hin, oder mit großem Mühen, sprich abpacken.
Zurück- ich erinnere mich an die schönen Abfahrten, die jetzt Auffahrten sind. Aber der Wind spielt mit. Der starke Rückenwind blässt mich förmlich den Berg hoch - und erst runter. Kein Kommentar. An der Abzweigung nach links und auf glatter Schotterpiste geht es fast immer abwärts zum Fluss hinunter, der vom Wasserfall. Ein breiter Flusslauf mit vielen Inseln und viel Grün. Aber auch an den Berghängen viel Grün. Überall die großen Rundballen auf den Feldern. Dann kommt die Brücke. Rüber oder nicht. Karte zeigt da drüben einen Campingplatz an. Okay, ich schaue nach. Im ersten Haus frage ich nach. " Noch gut einen Kilometer weiter." "Danke"
Erreicht. Genommen trotz 2300 ISK. Visa zahlt. Ein großes Restaurant ist angeschlossen mit üppiger Speisekarte. Aufgrund .... verzichte ich. Ein schöner warmer Aufenthaltsraum mit Strom und freiem WLAN hat denn noch was. Nun auch endlich den ersehnten Kaffee mit Snickers. Dann kann ich Trackmytour updaten, immerhin über 80 Punkte. Auch die Webseite wird aktualisiert. Läuft gut. Ein Netz, Vodafone oder anderes nicht vorhanden. Der Kontakt zur Heimat läuft dann halt über whatsapp.
War es noch gestern, oder schon heute? Egal. Das erste Auto, ein alter Range Rover fuhr vorbei in die Richtung, von der ich her kam. Später hörte ich nochmal ein Auto, oder habe ich es geträumt?
Gegen 03:00 Uhr wurde ich wach. Entweder weil die Blase drückte, oder war es der Wind, der am Zelt rüttelte. Ich stand auf und konnte dann auch noch gleich mit ein paar Heringe das Zelt ruhig stellen.
Am Morgen dann wieder das übliche Programm.
Ich starte und fahre am Fluss entlang. Ab und zu muss ich Tore öffnen um weiterzukommen. Lange Zeit fahre ich noch durch grünes Land. Aber doch immer wieder tauchen dann Lavagestein auf. Auf Schotterpisten geht es weiter. Dann Abzweige ohne Schilder. Navi und Karten müssen herhalten und das innere Navi. Dann finde ich den Weg zum Aldeyjarfoss. Noch 2,4 Km das werden nochmals einige Hügel bedeuten und das bei Gegenwind. Irgendwann kommt dann der Parkplatz. Vater mit drei Söhnen kommt gerade zurück. Er erklärt mir anhand seiner Karte, wie ich nachher weiterfahren muss. Die vier suchen sich einen windgeschützen Platz, um etwas zu essen.
Jetzt sind es noch gut 2 km bis zum Wasserfall. Ein Stück kann ich noch fahren, dann ist Schluss. Ich stell das Rad ab, weder an- noch abgeschlossen nehme Regenhose, Kamera usw. mit. Hoch und runter durch grün aber auch Lavagestein bis die große Aussichtsplattform erreicht wird. Erinnerte mich ein bisschen an den Preikestolen in Norwegen. Nur hielt fällt man nicht ganz so tief. Touristen? Ja, zwei. Ein junger Mann aus der Tschechei und ich. Auch er macht Fotos. Ist schon gigantisch dieser Wasserfall. Interessant ist dieser Fall auch wegen dem Säulenbasalt. Ich mache Aufnahmen und Filme. Auf der anderen Seite sind mehr Touristen zu sehen. In Höhe des Wasserfalls sehe ich in bestimmt einen Kilometer weiter einen zweiten doppelten Wasserfall. Das Getöse ist weithin zu hören. Die Formen des Gesteins und des Lavas faszinieren mich. Fotos! Irgendwann muss ich zurück. Hier zelten hätte was. Aber das Rad bekomme ich hier nicht hin, oder mit großem Mühen, sprich abpacken.
Zurück- ich erinnere mich an die schönen Abfahrten, die jetzt Auffahrten sind. Aber der Wind spielt mit. Der starke Rückenwind blässt mich förmlich den Berg hoch - und erst runter. Kein Kommentar. An der Abzweigung nach links und auf glatter Schotterpiste geht es fast immer abwärts zum Fluss hinunter, der vom Wasserfall. Ein breiter Flusslauf mit vielen Inseln und viel Grün. Aber auch an den Berghängen viel Grün. Überall die großen Rundballen auf den Feldern. Dann kommt die Brücke. Rüber oder nicht. Karte zeigt da drüben einen Campingplatz an. Okay, ich schaue nach. Im ersten Haus frage ich nach. " Noch gut einen Kilometer weiter." "Danke"
Erreicht. Genommen trotz 2300 ISK. Visa zahlt. Ein großes Restaurant ist angeschlossen mit üppiger Speisekarte. Aufgrund .... verzichte ich. Ein schöner warmer Aufenthaltsraum mit Strom und freiem WLAN hat denn noch was. Nun auch endlich den ersehnten Kaffee mit Snickers. Dann kann ich Trackmytour updaten, immerhin über 80 Punkte. Auch die Webseite wird aktualisiert. Läuft gut. Ein Netz, Vodafone oder anderes nicht vorhanden. Der Kontakt zur Heimat läuft dann halt über whatsapp.
Hier bleibe ich heute Nacht
Donnerstag, 13.Juli 2017
Heute morgen Frühstück im Zelt und Kaffee im Aufenthaltsraum. Dort nochmal verschiedene Touren geplant in Verbindung mit Campingplätzen. Im Augenblick ist hier nicht so die Gegend zum freien Camping in der Natur. Einfach zuviel Zäune. Erstmal geht es nordwärts zum nächsten Wasserfall, dem Godavoss. Laut Karte ist er von beiden Seiten gut zugänglich, da eine Brücke wenige 100 m weiter den Fluss überquert. Ein Stück zurück, über die Brücke und gen Norden auf einer breiten, glatten Schotterpiste. Die Sonne scheint mir auf den Rücken, der Wind kommt natürlich von vorn. Ein kurzer Schauer, denn der Wind trieb eine dunkle Wolke durch das Tal.
Die 20 Km bis Godavoss, ich glaube 5 Autos und ein Lkw, ach und paar Trecker waren es, die mich überholt oder entgegen gekommen sind. Da habe ich doch mehr Begleitung von den mich anschimpfenden vermutlich Brachvögeln, die mich dicht umfliegen und schimpfen wie die Rohrspatzen. Immer wieder setzen sie sich auf und dicht neben die Fahrbahn und laufen schnelles Schrittes davon. Das geht dann locker über bis zu 200 Meter. Dann kommen die nächsten an die Reihe. Dazwischen und auch mittendrin noch die Rotschenkel.
Godavoss - ein Ort? Nein, überhaupt nicht. Ein Hotel mit Rasenfläche für Camper, Tankstelle mit Café und Souvenirgeschäft. Ein bisschen Lebensmittel, aber Brot, Käse nicht vorhanden.
Als erstes fahre ich über die breiten, neu angelegten Teerwege für Fußgänger zu den Aussichtspunkten an der östlichen Seite. Relativ wenig los. Am Endpunkt sitzen, gucken und einen Tee trinken.Auf der anderen Seite schon weit aus mehr Besucher. Zwischenzeitlich kommen drei Radfahrer, junge Männer aus Spanien, angefahren. Informationen werden ausgetauscht. Englisch ist zwingend erforderlich. Viel los hier, da ist es doch in den Highlands schöner.
Ich fahre nun zurück, stelle mein Rad an der Straßenseite ab, um nochmal aus einer anderen Perspektive Fotos zu machen. Ein Bus hatte Touristen ausgeworfen. Mein Rad war Anziehungspunkt. Es bildete sich eine ganze Traube Leute darum. Haben die noch nie ein bepacktes Trekkingrad gesehen, frage ich mich? Als ich zurückkam ging die Fragerei los. Klar, bei den Figuren kein Wunder, die sind aufgrund der Fragen noch nie Rad gefahren. Deutsche. Die schärfste Frage hat mich fast umgehauen. "Da ist ja gar keine Kette, wie lange hält denn das Gummi? Das muss doch schnell reißen." Ich drückte meine Lippen zusammen, weil mir sonst die Kinnlade runtergefallen wäre. Darauf gab es keine Antwort. "Gehen die Reifen denn gar nicht kaputt?" Also wirklich, diese "Bande", schlimmer als die Million Mosquitos heute morgen.
Ich verschwand in den Supermarkt um die Ecke bei der Tankstelle, den ich dort vermutete. Aber Café und Souvenirshop. Preise 100% teurer, als sonst schon. Aber Schokolade und einen Skyr kann mir nicht verkneifen, bezahle, frage nach den nächsten Supermarkt, den es dann auf meinem Weg in Laugar geben soll. Wenigstens was. Ich gehe zur Westseite des Wasserfalles. Im Windschatten auf einer Bank hinter einem Container den Rest Tee und das eben gekaufte. Ein Radlerpaar aus Spanien schüttelten auch nur den Kopf über diese Vielzahl von Menschen. Ich sah schon den dritten, Dreiachserbus auf dem obigen Parkplatz.
Nun hieß es für mich, bloß weg hier. Ausderdem war diese Seite noch stark baufällig. Defekte Zäune und Wege waren mit einem langen, hohen Drahtzaum gesperrt worden. Hier wird kräftig gearbeitet,um die Ströme der Touris in festen Bahnen zu lenken.
Ich hoffe bald wieder in ruhigere Gefilde zu gelangen. Da wo die großen Busse nicht hinkommen können.
Richtung Laugar muss ich den Hügel überwinden. Einige Kilometer geht es stetig bergauf. Aber zwischenzeitlich läuft das schon viel besser. Habe ich sonst schon auf den kleinsten Gang geschaltet, fahre ich jetzt noch in höheren Gängen.
Der Berg ist überwunden und nun kann ich das Rad einfall rollen lassen. Ich bin auf der -1- und die ist hier glatt. Laugar, ein großes Hotel am Hang, Schwimmbad, ein paar Häuser, Bauernhöfe und die Tanke. Da muss auch der Supermarkt sein. Tatsächlich, hinter dem Cafe der Tanke. Na ja, Auswahl sehr gering. Aber ich bekomme alles das was ich brauche. Die gekaufte Ware lichte ich ab und stelle im Blog auf trackmytour die Frage, was das wohl kostet. Wer das Rätsel am genauesten löst, bekommt einen Kaffee mit Kuchen bei mir zuhause umsonst und draußen.
Den Zeltplatz den ich eigentlich aufsuchen wollte liegt am Ende eines Weges. Da ist aber tote Hose. Ich drehe um, und nehme die Wiese 100 m vom Schwimmbad, worauf schon ein paar Zelte stehen. Direkt am Sportplatz, deren sanitären Anlagen benutzt wrden können.
Hatten wir tagsüber doch gutes Wetter, Sonne mit Schönwetterwolken, gibt es spät abends erstmal einen Schauer. Danach hängen die Wolken tief bis fast ins Tal.
Heute morgen Frühstück im Zelt und Kaffee im Aufenthaltsraum. Dort nochmal verschiedene Touren geplant in Verbindung mit Campingplätzen. Im Augenblick ist hier nicht so die Gegend zum freien Camping in der Natur. Einfach zuviel Zäune. Erstmal geht es nordwärts zum nächsten Wasserfall, dem Godavoss. Laut Karte ist er von beiden Seiten gut zugänglich, da eine Brücke wenige 100 m weiter den Fluss überquert. Ein Stück zurück, über die Brücke und gen Norden auf einer breiten, glatten Schotterpiste. Die Sonne scheint mir auf den Rücken, der Wind kommt natürlich von vorn. Ein kurzer Schauer, denn der Wind trieb eine dunkle Wolke durch das Tal.
Die 20 Km bis Godavoss, ich glaube 5 Autos und ein Lkw, ach und paar Trecker waren es, die mich überholt oder entgegen gekommen sind. Da habe ich doch mehr Begleitung von den mich anschimpfenden vermutlich Brachvögeln, die mich dicht umfliegen und schimpfen wie die Rohrspatzen. Immer wieder setzen sie sich auf und dicht neben die Fahrbahn und laufen schnelles Schrittes davon. Das geht dann locker über bis zu 200 Meter. Dann kommen die nächsten an die Reihe. Dazwischen und auch mittendrin noch die Rotschenkel.
Godavoss - ein Ort? Nein, überhaupt nicht. Ein Hotel mit Rasenfläche für Camper, Tankstelle mit Café und Souvenirgeschäft. Ein bisschen Lebensmittel, aber Brot, Käse nicht vorhanden.
Als erstes fahre ich über die breiten, neu angelegten Teerwege für Fußgänger zu den Aussichtspunkten an der östlichen Seite. Relativ wenig los. Am Endpunkt sitzen, gucken und einen Tee trinken.Auf der anderen Seite schon weit aus mehr Besucher. Zwischenzeitlich kommen drei Radfahrer, junge Männer aus Spanien, angefahren. Informationen werden ausgetauscht. Englisch ist zwingend erforderlich. Viel los hier, da ist es doch in den Highlands schöner.
Ich fahre nun zurück, stelle mein Rad an der Straßenseite ab, um nochmal aus einer anderen Perspektive Fotos zu machen. Ein Bus hatte Touristen ausgeworfen. Mein Rad war Anziehungspunkt. Es bildete sich eine ganze Traube Leute darum. Haben die noch nie ein bepacktes Trekkingrad gesehen, frage ich mich? Als ich zurückkam ging die Fragerei los. Klar, bei den Figuren kein Wunder, die sind aufgrund der Fragen noch nie Rad gefahren. Deutsche. Die schärfste Frage hat mich fast umgehauen. "Da ist ja gar keine Kette, wie lange hält denn das Gummi? Das muss doch schnell reißen." Ich drückte meine Lippen zusammen, weil mir sonst die Kinnlade runtergefallen wäre. Darauf gab es keine Antwort. "Gehen die Reifen denn gar nicht kaputt?" Also wirklich, diese "Bande", schlimmer als die Million Mosquitos heute morgen.
Ich verschwand in den Supermarkt um die Ecke bei der Tankstelle, den ich dort vermutete. Aber Café und Souvenirshop. Preise 100% teurer, als sonst schon. Aber Schokolade und einen Skyr kann mir nicht verkneifen, bezahle, frage nach den nächsten Supermarkt, den es dann auf meinem Weg in Laugar geben soll. Wenigstens was. Ich gehe zur Westseite des Wasserfalles. Im Windschatten auf einer Bank hinter einem Container den Rest Tee und das eben gekaufte. Ein Radlerpaar aus Spanien schüttelten auch nur den Kopf über diese Vielzahl von Menschen. Ich sah schon den dritten, Dreiachserbus auf dem obigen Parkplatz.
Nun hieß es für mich, bloß weg hier. Ausderdem war diese Seite noch stark baufällig. Defekte Zäune und Wege waren mit einem langen, hohen Drahtzaum gesperrt worden. Hier wird kräftig gearbeitet,um die Ströme der Touris in festen Bahnen zu lenken.
Ich hoffe bald wieder in ruhigere Gefilde zu gelangen. Da wo die großen Busse nicht hinkommen können.
Richtung Laugar muss ich den Hügel überwinden. Einige Kilometer geht es stetig bergauf. Aber zwischenzeitlich läuft das schon viel besser. Habe ich sonst schon auf den kleinsten Gang geschaltet, fahre ich jetzt noch in höheren Gängen.
Der Berg ist überwunden und nun kann ich das Rad einfall rollen lassen. Ich bin auf der -1- und die ist hier glatt. Laugar, ein großes Hotel am Hang, Schwimmbad, ein paar Häuser, Bauernhöfe und die Tanke. Da muss auch der Supermarkt sein. Tatsächlich, hinter dem Cafe der Tanke. Na ja, Auswahl sehr gering. Aber ich bekomme alles das was ich brauche. Die gekaufte Ware lichte ich ab und stelle im Blog auf trackmytour die Frage, was das wohl kostet. Wer das Rätsel am genauesten löst, bekommt einen Kaffee mit Kuchen bei mir zuhause umsonst und draußen.
Den Zeltplatz den ich eigentlich aufsuchen wollte liegt am Ende eines Weges. Da ist aber tote Hose. Ich drehe um, und nehme die Wiese 100 m vom Schwimmbad, worauf schon ein paar Zelte stehen. Direkt am Sportplatz, deren sanitären Anlagen benutzt wrden können.
Hatten wir tagsüber doch gutes Wetter, Sonne mit Schönwetterwolken, gibt es spät abends erstmal einen Schauer. Danach hängen die Wolken tief bis fast ins Tal.
Freitag, 14. Juli 2017
Der erste Blick aus dem Zelt mit der Frage: Wie sieht es denn aus, da draußen? Oh! Die Wolken hängen sehr tief. Na, mal schaun. Es ist noch sehr früh. Den Drosseln mit ihren Jungen gefällt das. Sie fltzen auf den Rasen umher, lassen sich füttern, schnappen aber auch schon mal den einen oder anderen Wurm. Kurz nach 08 Uhr starte ich. Das Paar aus Spanien war schon um kurz nach 06 Uhr gestartet.
Vom Platz zur Straße -1- und es ist noch sehr wenig Verkehr. Ich biege dann eh nach gut zwei Kilometer ab.auf die 845. in Richtung Husavik. Das Wetter wird zusehends besser. Ruckzuck reißt der Himmel auf und die Sonne scheint mir auf den Rücken. Es ist angenehm warm. Die Straße ist glatt geteert und ich radele gemütlich gen Norden. Immer wieder Fotos. Irgendwie komme ich kaum voran. Manchmal halte ich auch nur an, um inne zu halten und die Stille zu genießen. Der Fahrzeugverkehr hat zugenommen.Alle paar Minuten kommen da Autos. Das wird dann mit der Zeit noch mehr. Alle auf den Weg Richtung Husavik.Auf etwas mehr als über der Hälfte der Strecke pausiere ich. Die Wolken links von mir, also westlich hängen tief als Band vor der Bergkette. Vor dieser Bergkette fließt ein breiter Fluss. Östlich von mir gibt es auch einen Fluss, die Laxa.
Irgendwann meint mein Navi, das ich nach rechts auf einen Schotterweg abbiegen müsse. Okay, runter von der Strasse. Rechts neben mir im breitem Wildbach Angler tief im Wasser stehend. Dann sehe ich es schon das Schild Sackgasse. Fahre, oder fahre ich nicht? Wer hier mit dem Auto am Abfallcontainer steht, kann nur Einheimischer sein. Gefragt und er sagte mir, das geht und die Straße führt durch ein Gebiet mit vielen Cottages, sprich Wochenendhäuser. Er fährt auch hinein. Lava rechts und links des Weges. Viel Grün. Und dazwischen auch immer wieder große Löcher. Birken, die hier wachsen, werden im Gegensatz zu den Tannenzeugs nicht sehr hoch. Und mitten in diesem Gebiet -ein Flugplatz-. Den Pkw-Fahrer treffe ich wieder, als er mit seinen Kindern, den dortigen Spielplatz aufsucht.
Dann wieder zurück auf die Hauptstraße. Noch wenige Kilometer und ich erreiche Husavik. Der erste Blick geht auf den Hafen. Ein typischer Fischerort. Netto, als Supermarkt fällt sofort ins Auge. Auto und Traktorenwerkstätten reihen sich auch ein. Dann linksvder Hafen mit den diversen Anbietern für Walewatching. Ich schaue kurz, fahre dann erstmal zum Campingplatz am Ende des Ortes. Auch hier direkt am großen Sportplatz. Ein Abschnitt nur für Mobile, ein anderer für die Zelter.
Ein junges Paar ebenfalls mit Rad unterwegs aus Belgien. Sie haben jeder einen Bob-Yak. Radanhänger mit nur einem Rad. Die beiden treffe ich später im Ort. Sie machen gleich die Walewatchingtour mit. Später nach Rückkehr sind sie begeistert. Auch das Abendessen in einem Restaurant des Walewatching Unternehmens war gut und nicht ganz so teuer. Ein weiterer Radfahrer aus Deutschland kommt auf den Platz. Routen und Erfahrungen werden ausgetauscht. Er hatte auch schon Pech mit dem Wetter. Den ganzen Tag Regen mit stürmischen Gegenwind. Vollkommen durchnässt war. Im Ort traf ich auf die Kradfahrer von der Askja, die ich später dann auf der Fähre wieder sehen werde. Einer von Ihnen hatte Pech mit seiner Maschine im Wasser. Der Motor läuft nicht sauber. Ölwechsel und checken, dann sollte es wieder funzen.
Mittlerweile ist es Mitternacht. Hell, taghell und die Vögel machen nach wie vor ihr Konzert. Man hört sie, wie sie um das Zelt rennen. Es ist dabei ein besonderes Licht, was sich ständig ändert. Fotografisch kann man dieses Licht, diese Stimmung nicht so richtig festhalten.
Der erste Blick aus dem Zelt mit der Frage: Wie sieht es denn aus, da draußen? Oh! Die Wolken hängen sehr tief. Na, mal schaun. Es ist noch sehr früh. Den Drosseln mit ihren Jungen gefällt das. Sie fltzen auf den Rasen umher, lassen sich füttern, schnappen aber auch schon mal den einen oder anderen Wurm. Kurz nach 08 Uhr starte ich. Das Paar aus Spanien war schon um kurz nach 06 Uhr gestartet.
Vom Platz zur Straße -1- und es ist noch sehr wenig Verkehr. Ich biege dann eh nach gut zwei Kilometer ab.auf die 845. in Richtung Husavik. Das Wetter wird zusehends besser. Ruckzuck reißt der Himmel auf und die Sonne scheint mir auf den Rücken. Es ist angenehm warm. Die Straße ist glatt geteert und ich radele gemütlich gen Norden. Immer wieder Fotos. Irgendwie komme ich kaum voran. Manchmal halte ich auch nur an, um inne zu halten und die Stille zu genießen. Der Fahrzeugverkehr hat zugenommen.Alle paar Minuten kommen da Autos. Das wird dann mit der Zeit noch mehr. Alle auf den Weg Richtung Husavik.Auf etwas mehr als über der Hälfte der Strecke pausiere ich. Die Wolken links von mir, also westlich hängen tief als Band vor der Bergkette. Vor dieser Bergkette fließt ein breiter Fluss. Östlich von mir gibt es auch einen Fluss, die Laxa.
Irgendwann meint mein Navi, das ich nach rechts auf einen Schotterweg abbiegen müsse. Okay, runter von der Strasse. Rechts neben mir im breitem Wildbach Angler tief im Wasser stehend. Dann sehe ich es schon das Schild Sackgasse. Fahre, oder fahre ich nicht? Wer hier mit dem Auto am Abfallcontainer steht, kann nur Einheimischer sein. Gefragt und er sagte mir, das geht und die Straße führt durch ein Gebiet mit vielen Cottages, sprich Wochenendhäuser. Er fährt auch hinein. Lava rechts und links des Weges. Viel Grün. Und dazwischen auch immer wieder große Löcher. Birken, die hier wachsen, werden im Gegensatz zu den Tannenzeugs nicht sehr hoch. Und mitten in diesem Gebiet -ein Flugplatz-. Den Pkw-Fahrer treffe ich wieder, als er mit seinen Kindern, den dortigen Spielplatz aufsucht.
Dann wieder zurück auf die Hauptstraße. Noch wenige Kilometer und ich erreiche Husavik. Der erste Blick geht auf den Hafen. Ein typischer Fischerort. Netto, als Supermarkt fällt sofort ins Auge. Auto und Traktorenwerkstätten reihen sich auch ein. Dann linksvder Hafen mit den diversen Anbietern für Walewatching. Ich schaue kurz, fahre dann erstmal zum Campingplatz am Ende des Ortes. Auch hier direkt am großen Sportplatz. Ein Abschnitt nur für Mobile, ein anderer für die Zelter.
Ein junges Paar ebenfalls mit Rad unterwegs aus Belgien. Sie haben jeder einen Bob-Yak. Radanhänger mit nur einem Rad. Die beiden treffe ich später im Ort. Sie machen gleich die Walewatchingtour mit. Später nach Rückkehr sind sie begeistert. Auch das Abendessen in einem Restaurant des Walewatching Unternehmens war gut und nicht ganz so teuer. Ein weiterer Radfahrer aus Deutschland kommt auf den Platz. Routen und Erfahrungen werden ausgetauscht. Er hatte auch schon Pech mit dem Wetter. Den ganzen Tag Regen mit stürmischen Gegenwind. Vollkommen durchnässt war. Im Ort traf ich auf die Kradfahrer von der Askja, die ich später dann auf der Fähre wieder sehen werde. Einer von Ihnen hatte Pech mit seiner Maschine im Wasser. Der Motor läuft nicht sauber. Ölwechsel und checken, dann sollte es wieder funzen.
Mittlerweile ist es Mitternacht. Hell, taghell und die Vögel machen nach wie vor ihr Konzert. Man hört sie, wie sie um das Zelt rennen. Es ist dabei ein besonderes Licht, was sich ständig ändert. Fotografisch kann man dieses Licht, diese Stimmung nicht so richtig festhalten.
Samstag, 15. Juli 2017
Okay, wenn ich denn schon mal hier bin, buche ich auch eine Whale and Puffinswatchingtour. Allerdings läßt heute das Wetter zu wünschen über. Für 14 Uhr habe ich die Tour gebucht. Diese Tour findet aber nicht statt, da das kleinere Schiff, die Fanney dafür nicht so gut geeignet ist.
Um 16:30 Uhr geht es aber mit der Salka. Sie ist etwas größer. Baujahr 1976 in Hafnarfjördur, Island und kann 59 Passagiere aufnehmen. 18,5 m ist sie lang. Gut das nur ein Dutzend Gäste mitfahren. Vier oder fünf vielleicht auch noch mehr Anbieter gibt es hier in Husavik. Aber auch die anderen Schiffe sind nicht voll besetzt. Um 16:30 Uhr hat der fast Dauerregen aufgehört. So bleibt es auch die ganze Tour. Es geht los. Der junge Mann, Spanier, ist der "Schnacker". Er erzählt über Mikro was kommt. Kapitän ist wohl der Einheimische. Wir haben den schützenden Hafen noch gar nicht verlassen, da schaukelt diese Nussschale schon ganz schön. Für den ersten Mitreisenden ist ab hier die Fahrt wohl innerlich zuende, nachdem er die Fische gefüttert hat.
Es geht Richtung lonely Iland. Eine unbewohnte Insel. Dort werden wir die Puffins -Papageientaucher- sehen können. Und wirklich zu tausenden schwimmen sie im Meer und fliegen zum Felsen hin und her. Sie halten allerdings immer einen Sicherheitsabstand zum Schiff ein. Sie werden wissen warum, denn sie werden auch in den Restaurants angeboten, so wie bei uns Enten. Die Insel wird umfahren und dann geht es zu den Walen. Es dauert. Keiner will auftauchen. So geht an die Stelle, wo die Hnydingur -white beaked Dolphin- springen. Und tatsächlich schießen sie dort aus dem Wasser. Bei bis zu über drei Meter Länge und um die 350 kg Gewicht haben die ganz schön power. Wir können sie gut beobachten. Manchmal sind sie relativ dicht am Boot, aber dort springen sie nicht . Schade.
Wieder zurück, dorthin wo sie die Wale rumtreiben sollen. Dann die ersten Fontänen und dann taucht aus dem Wasser ein großer Rücken auf um wieder abzutauchen. Dabei kommt die "Heckflosse" weit aus dem Wasser. Die mit uns fahrenden Schiffe versuchen dann mit volle Fahrt voraus so dicht wie möglich zu den Walen zu gelangen, aber die sind doch erheblich schneller und wendiger. Bei diesen Fahrten quer und mit den Wellen schaukelt das Boot nach allen Seiten. Ich bin auf dem Dach. Acht Personen dürfen nach oben. Drei bis vier wagen sich das, denn hier schaukelt das noch mehr. Nach dreieinhalb Stunden und immerhin war die Tour 43 km laut dem Navi lang, endet die Fahrt.
Das Wetter hat sich gehalten, die Wolken ließen sogar ab und zu die Sonne durch. Über den Hafen auf die gegenüberliegende Bergkette war es eine besondere Aussicht. Ich steuere nun zum Restaurant Salka . Dort wird man "plaziert". Gab es früher schon mal irgendwo bei uns in der Nähe.
Der einfachheithalber bestelle ich den "Fisch des Tages" mit Reis, Gemüse, Kartoffeln und Souce. Sieht gut aus und schmeckt auch gut. Wasser mit Eiswürfel in großen Karaffen wird auf Wunsch umsonst gereicht. Sehe ich an fast jedem Tisch. Die Gläser stehen dafür schon auf jedem Tisch. Als Abschluss ein Kaffee und gezahlt, wie hier fast üblich mit Karte. Gegenüber bei Salka Ticketshop hole ich mir noch zwei Kugeln Eis. Teuer, aber ehrlicherweise sind auch die Kugeln sehr groß. So geht es gemütlich zum Zelt zurück. Mal schaun was uns der morgige Tag bringt. Der Zeltplatz war gegen Mittag auf drei Zelte geschrumpft, nunmehr über 30 Zelte. Menschen jeden Alters und aus verschiedensten Ländern sitzen da zusammen beim Küchen/Essbereich und unterhalten sich. Wenn man das so sieht, kommen Fragen auf.
Okay, wenn ich denn schon mal hier bin, buche ich auch eine Whale and Puffinswatchingtour. Allerdings läßt heute das Wetter zu wünschen über. Für 14 Uhr habe ich die Tour gebucht. Diese Tour findet aber nicht statt, da das kleinere Schiff, die Fanney dafür nicht so gut geeignet ist.
Um 16:30 Uhr geht es aber mit der Salka. Sie ist etwas größer. Baujahr 1976 in Hafnarfjördur, Island und kann 59 Passagiere aufnehmen. 18,5 m ist sie lang. Gut das nur ein Dutzend Gäste mitfahren. Vier oder fünf vielleicht auch noch mehr Anbieter gibt es hier in Husavik. Aber auch die anderen Schiffe sind nicht voll besetzt. Um 16:30 Uhr hat der fast Dauerregen aufgehört. So bleibt es auch die ganze Tour. Es geht los. Der junge Mann, Spanier, ist der "Schnacker". Er erzählt über Mikro was kommt. Kapitän ist wohl der Einheimische. Wir haben den schützenden Hafen noch gar nicht verlassen, da schaukelt diese Nussschale schon ganz schön. Für den ersten Mitreisenden ist ab hier die Fahrt wohl innerlich zuende, nachdem er die Fische gefüttert hat.
Es geht Richtung lonely Iland. Eine unbewohnte Insel. Dort werden wir die Puffins -Papageientaucher- sehen können. Und wirklich zu tausenden schwimmen sie im Meer und fliegen zum Felsen hin und her. Sie halten allerdings immer einen Sicherheitsabstand zum Schiff ein. Sie werden wissen warum, denn sie werden auch in den Restaurants angeboten, so wie bei uns Enten. Die Insel wird umfahren und dann geht es zu den Walen. Es dauert. Keiner will auftauchen. So geht an die Stelle, wo die Hnydingur -white beaked Dolphin- springen. Und tatsächlich schießen sie dort aus dem Wasser. Bei bis zu über drei Meter Länge und um die 350 kg Gewicht haben die ganz schön power. Wir können sie gut beobachten. Manchmal sind sie relativ dicht am Boot, aber dort springen sie nicht . Schade.
Wieder zurück, dorthin wo sie die Wale rumtreiben sollen. Dann die ersten Fontänen und dann taucht aus dem Wasser ein großer Rücken auf um wieder abzutauchen. Dabei kommt die "Heckflosse" weit aus dem Wasser. Die mit uns fahrenden Schiffe versuchen dann mit volle Fahrt voraus so dicht wie möglich zu den Walen zu gelangen, aber die sind doch erheblich schneller und wendiger. Bei diesen Fahrten quer und mit den Wellen schaukelt das Boot nach allen Seiten. Ich bin auf dem Dach. Acht Personen dürfen nach oben. Drei bis vier wagen sich das, denn hier schaukelt das noch mehr. Nach dreieinhalb Stunden und immerhin war die Tour 43 km laut dem Navi lang, endet die Fahrt.
Das Wetter hat sich gehalten, die Wolken ließen sogar ab und zu die Sonne durch. Über den Hafen auf die gegenüberliegende Bergkette war es eine besondere Aussicht. Ich steuere nun zum Restaurant Salka . Dort wird man "plaziert". Gab es früher schon mal irgendwo bei uns in der Nähe.
Der einfachheithalber bestelle ich den "Fisch des Tages" mit Reis, Gemüse, Kartoffeln und Souce. Sieht gut aus und schmeckt auch gut. Wasser mit Eiswürfel in großen Karaffen wird auf Wunsch umsonst gereicht. Sehe ich an fast jedem Tisch. Die Gläser stehen dafür schon auf jedem Tisch. Als Abschluss ein Kaffee und gezahlt, wie hier fast üblich mit Karte. Gegenüber bei Salka Ticketshop hole ich mir noch zwei Kugeln Eis. Teuer, aber ehrlicherweise sind auch die Kugeln sehr groß. So geht es gemütlich zum Zelt zurück. Mal schaun was uns der morgige Tag bringt. Der Zeltplatz war gegen Mittag auf drei Zelte geschrumpft, nunmehr über 30 Zelte. Menschen jeden Alters und aus verschiedensten Ländern sitzen da zusammen beim Küchen/Essbereich und unterhalten sich. Wenn man das so sieht, kommen Fragen auf.
Sonntag, 16. Juli
Die ersten Frühaufsteher haben ihr Zelt schon eingetütet und sind unterwegs. Nach und nach werden es weniger. Meine Wäsche, Merinoshirt von Tripletwo und ein Merino Boxershirt sollten zwischenzeitlich im Trockenraum wohl trocken sein. Shirt ist da. Boxer von Dilling ist verschwunden. Wird demnächst einer anderen Knackpo zieren. Besser so als umgedreht. Das Shirt ist mir im Augenblick wichtiger. In einem nächsten Trockenraum sichere ich die Sachen. Es ist mit Sicherheit nicht geklaut worden, sondern weil viel Wäsche dort hing beim abhängen mit den Korb gefallen.
Ich packe auch nach dem gemütlichen Frühstück an diesem nicht so wettermäßig prallen Tag. Es ist frisch und doch regnerisch. Regenschutz Schuhe, Regenhose und Regenjacke. Wenn das man gut geht. Beim Netto noch Futter für heute abend und ab auf die Piste. Die erste Strecke bin ich ja vorgestern in anderer Richtung gefahren. Es regnet, mal mehr mal weniger. Über die kleine Schotterpiste am Flughafen entlang und wieder auf die 1. Noch mehrere Kilometer und dann abbiegen auf die 85, die dann nach einem Bogen parallel der 1 läuft. Verkehrsmäßig ist hier auch fast schon reger Verkehr, aber mehr Einheimische.
Der Regen wird weniger und hört auf. Ich fühle das mein Shirt kpl. Durchgeschwitzt ist. Die Softshelljacke war zuviel. Aber wo hier in freier Pläne umziehen? Teezeit wäre auch angesagt. Bis zu den beiden Brücken fahre ich erstmal. Vlt. Gibt es da Windschutz. Denn der Wind hat zugenommen. Nach der zweiten Brücke stehen ein paar Baufahrzeuge auf einem großen Schotterplatz. Aha, auch eine Hütte steht da. Das wäre es, wenn die offen ist - und sie ist. Okay, nicht einladend, aber für mich gerade richtig. Tee und Kuchen auf den Tisch und trockenes Merinoshirt von Icebreaker mit reingenommen. Softshell feucht, Merinoshirt kpl. nass. Neues Merino an und darüber die Regenjacke. Tee und Kuchen verputzt und die nassen feuchten Sachen verstaut.
Die 85 verläuft in einem Tal. Die Straße hat kaum Steigungen. Rechts und links ist alles grün. Ackerbau und Viehzucht. Kühe auf den Weiden. Große Rundballen Gras werden zum Hof verbracht. Die Traktoren sind nicht die kleinsten. So zieht sich das bis zur Strasse 1 hin. Der Wind nimmt zu. Der Himmel verheißt nichts gutes. Vor und hinter mir dunkle Wolken. Bekomme ich wohl noch Regen ab? Noch 1,6 km dann bin ich auf dr 1, so mein Navi. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, nein kein Regen, sondern nur Sturm. Ich habe mit dem Seitenwind echt zu kämpfen und beobachte auch ständig den rückwärtigen Verkehr. Auch hier gibt es sone und solche Autofahrer, obwohl die meisten Abstand halten. Eine Hikerin, die mir entgegenkommt, bepackt mit Rucksack vorn und hinten, hat auch zu kämpfen.
Dann schoß es mir förmlich in den Kopf. Den negativen Sturm positiv nutzen. Das nasse Shirt aus den Sack und hinten auf den Packsack. Mit dem Spanngummi ging das ruckzuck. Dann die Einmündung auf die 1. Der Seitenwind wurde zum Gegenwind. Ok, noch knapp 10 Kilometer, das wird Kraft kosten. Der See an der linken Seite hatte hohen Wellen. Das Shirt umdrehen, weiter nach Fotohalt. Nach weiteren zwei Kilometern war das Shirt trocken. Softshelljacke befestigt und nach paar Kilometern gedreht. Endlich, die Abfahrt zum Campingplatz. Werbung und Wirklichkeit. Ok 1500 m zeigt das Schild an. Schotterpiste, aber glatt. Noch 1000 m, noch 800 m, noch 500 m - an jeder Ecke und Weidezaun ein Schild. Dann der Platz. Zwei plane Wiesen, sauber gemäht, Toilettenhäuschen - keine Duschen- alles in Kalt. Briefkasten für das Geld. Hinter einer Buschreihe, windgeschützt stelle ich das nasse Aussenzelt auf. Heute gibt es nichts aus der Tüte. Süßkartoffel mit Erbsen und Möhren, Gehacktes gebraten mit Zwiebeln. Zum Schluss alles in die Pfanne. Heute abend richtig schummerig bedingt durch die dunklen Wolken.
Gut das ich die Idee mit dem sturmtrocknen hatte, denn hier gibt es keine Möglichkeit.
Die ersten Frühaufsteher haben ihr Zelt schon eingetütet und sind unterwegs. Nach und nach werden es weniger. Meine Wäsche, Merinoshirt von Tripletwo und ein Merino Boxershirt sollten zwischenzeitlich im Trockenraum wohl trocken sein. Shirt ist da. Boxer von Dilling ist verschwunden. Wird demnächst einer anderen Knackpo zieren. Besser so als umgedreht. Das Shirt ist mir im Augenblick wichtiger. In einem nächsten Trockenraum sichere ich die Sachen. Es ist mit Sicherheit nicht geklaut worden, sondern weil viel Wäsche dort hing beim abhängen mit den Korb gefallen.
Ich packe auch nach dem gemütlichen Frühstück an diesem nicht so wettermäßig prallen Tag. Es ist frisch und doch regnerisch. Regenschutz Schuhe, Regenhose und Regenjacke. Wenn das man gut geht. Beim Netto noch Futter für heute abend und ab auf die Piste. Die erste Strecke bin ich ja vorgestern in anderer Richtung gefahren. Es regnet, mal mehr mal weniger. Über die kleine Schotterpiste am Flughafen entlang und wieder auf die 1. Noch mehrere Kilometer und dann abbiegen auf die 85, die dann nach einem Bogen parallel der 1 läuft. Verkehrsmäßig ist hier auch fast schon reger Verkehr, aber mehr Einheimische.
Der Regen wird weniger und hört auf. Ich fühle das mein Shirt kpl. Durchgeschwitzt ist. Die Softshelljacke war zuviel. Aber wo hier in freier Pläne umziehen? Teezeit wäre auch angesagt. Bis zu den beiden Brücken fahre ich erstmal. Vlt. Gibt es da Windschutz. Denn der Wind hat zugenommen. Nach der zweiten Brücke stehen ein paar Baufahrzeuge auf einem großen Schotterplatz. Aha, auch eine Hütte steht da. Das wäre es, wenn die offen ist - und sie ist. Okay, nicht einladend, aber für mich gerade richtig. Tee und Kuchen auf den Tisch und trockenes Merinoshirt von Icebreaker mit reingenommen. Softshell feucht, Merinoshirt kpl. nass. Neues Merino an und darüber die Regenjacke. Tee und Kuchen verputzt und die nassen feuchten Sachen verstaut.
Die 85 verläuft in einem Tal. Die Straße hat kaum Steigungen. Rechts und links ist alles grün. Ackerbau und Viehzucht. Kühe auf den Weiden. Große Rundballen Gras werden zum Hof verbracht. Die Traktoren sind nicht die kleinsten. So zieht sich das bis zur Strasse 1 hin. Der Wind nimmt zu. Der Himmel verheißt nichts gutes. Vor und hinter mir dunkle Wolken. Bekomme ich wohl noch Regen ab? Noch 1,6 km dann bin ich auf dr 1, so mein Navi. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, nein kein Regen, sondern nur Sturm. Ich habe mit dem Seitenwind echt zu kämpfen und beobachte auch ständig den rückwärtigen Verkehr. Auch hier gibt es sone und solche Autofahrer, obwohl die meisten Abstand halten. Eine Hikerin, die mir entgegenkommt, bepackt mit Rucksack vorn und hinten, hat auch zu kämpfen.
Dann schoß es mir förmlich in den Kopf. Den negativen Sturm positiv nutzen. Das nasse Shirt aus den Sack und hinten auf den Packsack. Mit dem Spanngummi ging das ruckzuck. Dann die Einmündung auf die 1. Der Seitenwind wurde zum Gegenwind. Ok, noch knapp 10 Kilometer, das wird Kraft kosten. Der See an der linken Seite hatte hohen Wellen. Das Shirt umdrehen, weiter nach Fotohalt. Nach weiteren zwei Kilometern war das Shirt trocken. Softshelljacke befestigt und nach paar Kilometern gedreht. Endlich, die Abfahrt zum Campingplatz. Werbung und Wirklichkeit. Ok 1500 m zeigt das Schild an. Schotterpiste, aber glatt. Noch 1000 m, noch 800 m, noch 500 m - an jeder Ecke und Weidezaun ein Schild. Dann der Platz. Zwei plane Wiesen, sauber gemäht, Toilettenhäuschen - keine Duschen- alles in Kalt. Briefkasten für das Geld. Hinter einer Buschreihe, windgeschützt stelle ich das nasse Aussenzelt auf. Heute gibt es nichts aus der Tüte. Süßkartoffel mit Erbsen und Möhren, Gehacktes gebraten mit Zwiebeln. Zum Schluss alles in die Pfanne. Heute abend richtig schummerig bedingt durch die dunklen Wolken.
Gut das ich die Idee mit dem sturmtrocknen hatte, denn hier gibt es keine Möglichkeit.
Plattenbauten in Husavik am Ortseingang. Ich habe auch schmucke Häuser gesehen