Mittwoch, 5. Juli

Der fängt diesmal schon um 02:00 h isländischer Zeit an, da wir uns im Gemeinschaftsraum fest gequatscht haben.
Als wir nach draußen kamen leuchteten die Wolken dunkelrot. Sofort Fotos machen.
Am morgen, etwas später , aufgrund der Wetterlage alles in der Sonne gelüftet.
So kam ich erst spät los. Ich fuhr die 1 ein bisschen zurück, und bog nach der Krafla in Richtung Norden zum Dettifoss ab. Ich fand auch schon für die Nacht einen schönen, geschützten Platz , den ich auf der Rücktour nehmen werde. Zwischendurch kam ich in eine Regen/Sturmwand. Die Regenklamotten hatte ich rechtzeitig an. Ein Sturm kam auf und Eisregen prasselte hernieder. Ehe ich mich versah, war der Spuk zu Ende. Der Himmel riss auf und die Sonne gab ihr bestes. Fast immer nur Steigung bis ich endlich den Parkplatz Dettifoss erreichte und als ich ihn sah, am liebsten sofort umgedreht wäre. VOLL.
An einer Bank holte ich erstmal den heißen Tee raus. Dann sah ich sie, die Frau aus den USA vom Camp. Sie kam und teilte mir mit, das hinter dem Parplatz ein Weg zu einem freien Camp führt. Da ist schon jemand. Okay. Da erstmal hin. Sachen abpacken und rüberschleppen. Ein schöner versteckter Platz. Ich baute noch schnell das Zelt auf und maschierte dann zum Dettifoss und dem Selfoss. Über eine Stunde war ich unterwegs, bevor ich das Zelt wieder erreichte. Hat schon was.
Donnerstag, 6. Juli 2017

Wecker gestellt, aber noch ein bisschen länger gelegen. Ich hörte den Regen und den Wind. Dabei kann ich sehr gut schlafen.
Die Dame aus den USA hörte ich, wie sie packte. Sie hatte auch erzählt, das sie den Bus am Parkplatz nehmen will.
Ich machte mich dann auch fertig, wobei ich nicht auf das Frühstück verzichte. Mittlerweile gibt es Kaffee (gefriergetrocknet) und später nochmal Tee. Dazu Schwarzbrot mit Erdnussbutter und meistens Käse aus dem Supermarkt. Darauf verzichte ich nur, wenn ein Notfall vorliegt.
Beim packen sprach mich der Holländer nochmal an. Er macht jetzt eine kleine Wanderung und bleibt noch eine Nacht. Wasser ist noch da und es kommt bestimmt neues. Er macht sich auf den Weg und ich schleppe meine Taschen über die Anhöhe. Ah, da kommt die junge Frau von der Nationalparkgesellschaft und bringt locker 20 l Frischwasser. "Das machen wir jeden Tag, manchmal auch zweimal. Sie füllt auf und verschwindet wieder. Als letztes kommt das Rad schiebender und trageweise über die Anhöhe. Die letzten 50 m radele ich und bin auf dem Parkplatz. Dort gibt es ein Holzhaus mit mehreren WC. Die sehen sehr unappetitlich aus. 10 Dixi WC sind ebenfalls vorhanden. Tür auf - Tür zu - die nächste. Das dritte ist dann sauber. Ich verstehe das nicht, wie man das so versauen kann.

Ich starte und weiß um die erste Steigung. Habe aber Glück das ich diesen Berg mit Rückenwind bequem hochkomme. Weiß aber jetzt schon, das sich das gleich ändert. Die nächsten 25 km fahre ich, na ja, gegen den Wind, der so permanent gleichmäßig bläst, wie man es bei uns nicht kennt. Dazu fängt es auch noch leicht an zu regnen.
In der Höhe , wo ich gestern die Regenklamotten anzog, tat ich das heute auch.
So zog sich km um km dahin, die Straße-1- kam und ich bog nach links ab. Unterwegs habe ich dann nochmal vorsichtshalber gut zwei Liter Wasser aus dem Fluß geholt. Im Wassersack sind nunmehr gut 6 L, sprich auch 6 kg. Aber auf der nächsten Piste gibt es gut 60 km kein Wasser.
Und da kam der ersehnte Abzweig in die Pampa. Endlich Ruhe habe und sehr wenig Verkehr und wenn dann nur 4x4. Da kam auch schon ein hochgelegter Toyota mit Anhänger an. Ich gab ihm Zeichen und er hielt an. Ich fragte ihn nach Beschaffenheit der Piste und ob und wieviele Furten bis zur Askja anstehen. Die Piste ist sehr gut und drei Furten gibt es. Zwei sind so 20-30 cm und eine ist etws tiefer, vlt. 50 cm. Da kommt bestimmt jemand der sie mit rübernimmt. Ich bedanke mich und fuhr los. Wirklich die Piste ist glatt, gut ab und zu auch Steine, aber auch mit dem Rad sehr gut zu befahren. Meine 55er Reifen tragen dazu wohl einiges bei. Und? Der Regen hörte auf. Aber nicht der Wind, er blies aber nicht mehr so stark.
So überlegte ich mir noch gut 10 km zu fahren. Wenige Autos unterwegs. Ja dann die Frage des Platzes. Platz war satt vorhanden, nach allen Richtungen. Eigentlich suchte ich eine leicht geschützte Stelle. Gar nicht so einfach. Dann sah ich eine Ansammlung von Felssteinen in der Ferne. Direkt, 5 m von der Piste baute ich mein Zelt auf. Die Insassen der Geländewagen, die so sporadisch vorbei kamen grüßten allesamt und so wie es aussah waren es nur Isländer.
Das Zelt in diesen weichen Lavasand zu bfestigen ging nicht. Jeder Hering wurde zusätzlich mit einem dicken Stein gesichert. Zusätzliche Haltleinen brachte ich auch an. An Steine fehlte es auch nicht. Der Wind hatte zwar nachgelassen, aber zwischendurch Holla die Waldfee. Das arbeitete ganz schön an den Seilen. Ich hatte heute einfach mal das Aussenzelt aufgebaut, dann alle Taschen rein und essen gekocht. Erst danach hing ich das Innenzelt ein. Ich habe dann mehr Platz zum kochen und sitzen.
Hier hat es mal ganz schön geblubbert
Das Zelt noch etwas mehr
gesichert
Am späten Abend, so gegen 22:30 h isländischer Zeit nochmals schöne Fernsicht
Freitag, 7. Juli 2017

Um 6 Uhr holte mich der Wecker aus dem Schlaf. Ich hörte es, es regnete. Ein Blick nach draußen zeigte das alles wolkenverhangen war. Nur der Herdubreid in der Ferne leuchtete im Sonnenlicht. Frühstück und einräumen. Der Regen ließ nach. Ich startete. Nur wenige Auto fuhren hier und ich bekam oft genug den Daumen hoch.
Gestern abend am Zelt, hielt ein Wagen an, Schweizer mit Leihwagen und fragten ob sie ein Foto machen dürfen. Nein, so hart sind sie nicht.
Der Weg hatte es je weiter ich kam schon in sich. Es gab Lavaweichfelder, wo auch die mir entgegenkommenden Kradfahrer ihre Schwierigkeiten hatten. Meistens waren es nur wenige Meter, die ich dann auch schieben mußte. Ich wußte ja von den drei Furten, aber wann kommen sie denn endlich?

Dann ein 4 WD, der mir entgegenkam und anhielt. Eine junge Frau stieg aus und begrüsste mich herzlichst hier im Nationalpark. Auch sie wollte ein Bild machen, nur leider versagte ihr Handy. Noch gut 10 km bis zum Camp beim Herdubreid. Zunächst kommt gleich eine Strecke durch die Lavafelder.
Und diese Strecke hatte es in sich. Hoch und runter übergroben Schotter und Felsen. Steigungen meist nur wenige Meter, dafür senkrecht.
Dann die erste Furt. Hosenbeine hoch, Strümpfe aus, Sandalen an. Mit dem Trekkingstock mal durch gewatet. Kein Problem, ich filmte meine Schiebescene Drüben ging es weiter. Einige Km später die nächste Furt. Die hatte es schon in sich. Lockere 50cm und mehr und starke Strömung. Was sich da zwei Busfahrer geleistet haben, spottet jeder Beschreibung. Mdl. mehr dazu. Ich packte ab und brachte die Taschen hinüber. Rad und die letzte fehlte noch als ein Schweizer mit LR mir sofort anbot den Rest trocken rüberzubringen. Zack die Taschen ins Auto und ich mit Rad vorn auf den Reservereifen. Schwupp waren wir drüben. Ich bedankte mich nochmals herzlichst. Die nächste Furt vor dem Campingplatz war eine schnelle kurze nicht erwähnenswerte Schiebepassage.

Der Platz liegt in unmittelbarer Nähe des Herdubreid. Ich baute Zelt auf und genoss das Abendessen im Zelt, da draußen sich Mücken umeinen scharten, da der Wind nachgelassen hatte.
Es wurden noch mehrer Zelte aufgebaut. Diese eine Gruppe mußte einen Wagen an der breiten Furt zurück lassen, da er beim einfahren ins Wasser sich ein wenig verschluckte und nicht wieder ansprang. Morgen müssen sie sehen, ob der Wagen wieder anspringt. Irgendein Ford, der erst bei 10 km/h Allrad zuschaltet und dadurch beim kurzen beschleunigen bei der Einfahrt ins Wasser, wasser schluckte. Die moderne Technik.

Nach dem Abendessen bin ich dann nochmal über das Lavafeld bis zum Herdubreid marschiert. Herrliches Licht durch die tiefstehende Sonne. Jetzt, so gg. 00:30 Uhr ein großer schwarzer Fels mit Scheeresten.
Samstag, 8. Juli 2017

Etwas gerädert stehe ich auf. Mein Nachbar hat alle vorhandenen Bäume plattgesägt. Gut das ich die Inear mithatte und passende Musik. Frühstück im Zelt wegen der kleinen Plagegeister. Um 9 Uhr komme ich los. Die Piste ist fest
und gut zu fahren. Wenn nicht so viele Fotos zu machen wären, hätte ich die 1. Hälfte von ca. 16 km schneller geschafft. An der Abzweigung zum Herdubreid mit 11 km mache ich Teepause. Rotelhotel rollt vorbei. Dann wieder Stille. Einfach absolute Stille. Dazu windstill. Ist wahnsinning diese Stimmung.weiter geht es an den gelben Bergen. Auch den roten, den Vikraffelsleid.
Dann kleine Lavafelder, die mich zum Schieben zwingen. Dann wieder bretterharte Wellblechpiste. Die Schiebepassagen werden länger, 10, 20, 50 m. Dann hören sie gar nicht mehr auf. In diesem Lavafelder zu schieben ist zwecklos. Ich gehe auf die relativen festen Seiten. Irgendwann quer schräg um die Kurven der Piste "abzukürzen " . Über die Lavaflächen geht das ganz gut. So schiebe ich gut 5 km. Dann wie aus dem nichts gibt es wieder beste feste Piste. Abwärts muss ich immer früh genug bremsen, da immer wieder loser grober Schotter auftritt. So rolle ich ins Camp. Bezahle meine 2000 ISK und baue das Aussenzelt auf. Es steht und dann kommt der Regen.
Bei den Rangern, denen ich ja meine Webanschrift, versprochen habe zu geben, schlage ich auf. Gleichzeitig geht es um meine Weiterfahrt. Nur sehr, sehr wenige Möglichkeiten. Um an eine feste Piste zu kommen müßte ich durch ein 20 km langes Schwemmsandfeld. Für Fahrräder unmöglich zu fahren. Eine Möglichkeit würde sein, das sie mich mit dem Auto mitnehmen da sie jeden Tag gegen 10:00 Uhr nach ????? fahren. Sie fragt nach. "Ja, würde klappen." Ich werde morgen früh gg 09:00 Uhr da sein. Mal schaun, ob ich morgen oder erst übermorgen das in Angriff nehmen werde. Dann werde ich ein paar Tage unterwegs sein auf einsamer Piste.
Allerdings soll es morgen tagsüber nur regnen. Marschieren wäre ja kein Problem. Wenn ich schon hier bin, sollte ich auch mal oben in das Loch schauen. Ansonsten einen Ruhetag einlegen, ist ja eh Sonntag. Mal schaun.
Sonntag, 9. Juli 2017

3,5Grad plus incl. Regen. Ich schnappe mir mein Frühstück und gehe in den Gemeinschaftsraum. Reges Treiben dort. Die Rangerin brachte Information in Sachen Wege und Furte. Ich sagte ihr, das ich heute noch zur Askja hoch will. Okay dann morgen früh, kein Problem.
Kurz nach 11 Uhr hat sich das Wetter beruhigt. Über 5 Grad und kein Regen. Ich nehme den Fussweg mit 8,4 Km. Steil geht es schräg hoch. Der Weg wird durch Holzpfähle markiert. Denkt man dann, man ist oben, kommt eine Senke und anschließend geht es wieder steil nach oben. Jede Menge Schneefelder müssen überquert werden. Es ist einfach unwahrscheinlich diese unberührte Natur. Dann kommt es! ? In rasend kurzer Zeit kommt Nebel auf, Wind und es fängt an waagerecht zu schneien. Ich kann nichts mehr erkennen. Wo ist der nächste Pin? Vorsichtshalber drehe ich um, da ich auf dieser freien Pläne keinen Windschutz finde. Gut 500 m zurück und ich "kuschle" mich hinter einen Felsen und trinke Tee. Abwarten. Der Wind wird weniger und auch der Schneefall läßt nach. Nochmal versuchen? In diesem Augenblick taucht ein Paar vom Camp auf. Sie Deutsche, er Marokaner und Bergführer vom Beruf. Auch sie haben im Schutz den Schneesturm abgewartet. Gemeinsam gehen wir hoch. Die Strecke ist anspruchsvoll. Also laufen und Gegend ansehen geht gar nicht. Anhalten, schauen, Fotos machen. Dann die Belohnung, der große Oskjuvatn. Grandiose Ausblicke. Rote, gelbe und auch dampfende Berge. Alles riecht nach Schwefel. Wir gehen soweit wie es geht umzu. Dann den kleinen blauen Kratersee Viti. An deren Seite eine blubbernde kleine " Badestelle".
Hinkommen war wegen Schee und Matsch noch nicht gestattet. Es geht da auch sehr steil hinab. Ich trenne mich von diesem Ort und gehe jetzt Richtung Parkplatz. Hier geht es eine lange Strecke über matschige Schneefelder. Das ist mühsam. Leichter Schneefall setzt ein. Nach 2,5 km der Parkplatz. Auch hier Touris mit absolut unangepasster Bekleidung. Die werden noch nasse Füße bekommen. Ich gehe jetzt über die Piste zurück. Es geht nur runter. Das Wetter wird immer besser, sogar die Sonne kommt durch. Ich werde von Autofahrern angesprochen, die mich mitnehmen wollen. Ich bedankte mich und gehe weiter durch diese Natur. Es ist wahnsinnig, was hier wohl mal so alles passiert ist. Dann kommen mir die beiden Schweizer mit dem 6x6 Pinzi entgegen. Wir schnacken ein bisschen. Weiter geht es. Nach 8 Stunden und 21,3 km bin ich wieder im Camp.
Jetzt erst mal Abendessen. Eine Gruppe Deutscher kochten gerade eine größere Portion Nudeln, so das ich und die Kradfahrer etwas abbekamen. Ich konnte auch noch etwas bunkern. Anschließend las der Leiter dieser Gruppe eine Geschichte aus Island vor.


Montag, 10.Juli 2017

Früh aus den Federn.Die Sonne scheint vom blauen Himmel. Meine Solaranlage hatte ich gestern abend am Rad richtig ausgerichtet, so das die schon arbeiten und einen "Powerakku" laden konnte.Die Nacht war klar und dementsprechend kalt. Gemütliches Frühstück im Gemeinschaftsraum. Da ich heute einen Teil der Strecke von den Rangern gefahren werde und nicht genau weiß, wann sie starten, bin ich früh fertig. Ausserdem noch einen Fototermin "Mein Rad vor dem gelben Pinzgauer aus der Schweiz."
Ich melde mich bei den Rangern und eine neue Dame/junge Frau hat das sagen. Aber auch sie stimmt zu nach Begutachtung meines Fahrtroutenwunsches. Sie meldet sich, wenn es losgeht. Im warte im warmen Gemeinschaftsraum und habe nichts auszustehen. Die Motorradclique verabschieden sich und fahren weiter.
Es wird spät, für unsere Verhältnisse, denn 11Uhr morgens ist doch "early", sagt sie. Die Taschen auf die Ladefläche des Pickup und oben drauf das Rad gelegt. Nur kurz mit Spanngummi etwas festgezogen. Ab ging die Fahrt, wobei die ersten Kilometer gute fahrbare Schotterstrecke war. Aber dann gings los. Lava, Lava und nochmals Lava in feinster Form. Die Fahrspuren waren zum Teil schon wieder verweht. Mitten in diesem Stück ein junger Mann mit Rucksack zügig zu Fuß unterwegs. Es wurde kurz angehalten und gefragt, ob alles okay ist.

Dieses frische Lavafeld ist erst von einem Ausbruch im späten Sommer 2014 entstanden. Sechs Monate später hatte sich das Landschaftsbild hier grundsätzlich total geändert. Es war der Ausbruch des Holuhraun. Die Größe der Fläche, die bedeckt wurde beträgt 85 Quadratkilometer und ist zwischen 10-14 Meter hoch, am direkten Krater gut 40 Meter. Die Basaltic Lava hat ein Gewicht von 3 Gramm pro cm3. Das gesamte Gewicht entspricht den von 600 Millionen Elefanten. Die Lava erreichte Temperaturen von 1175-1180 Grad und floß wie Honig. Dabei floß die Lava in einen Gletscherfluss, der zwar die Lava abkühlte, aber dadurch wurde die Umgebung komplett verändert.

Nach etwas mehr als 23 Kilometern wurde ich dann an einer Einmündung "ausgesetzt". Nochmals eben die Karten angesehen und Hinweise bekommen. Die beiden Rangerinnen wollten für diese Aktion partout nichts haben. Ein kräftiges Dankeschön bekamen sie. Sie drehten und fuhren zurück. Sie hatte mich sogar noch einige Kilometer weiter gefahren, als ursprünglich besprochen. Die Sandstrecke war nunmehr fast vorbei. Ich sattelte meinen Drahtesel und los ging es in die Einsamkeit. Rechts von mir die Berge der Askja, die mich heute den ganzen Tag, mal näher mal fern begleiten. Das Wetter war den ganzen Tag über sehr gut. Auch der Wind hielt sich in Grenzen. So radelte ich durch unwirkliches Land. Die Landschaftsform änderte sich ständig, wie auch der Weg. Schotterweg vom feinsten, dann wieder richtiges Off Road. Aber dann kam es mal wieder. Lava, Lava. Die Schiebestrecken wurden im länger. Etliches mußte ich schiebend machen, fahren unmöglich. In den Stunden kamen Mann und Frau mit Krad mir entgegen. Dann zwei 4 WD, der Rescuewagen und schlussendlich ein Pickup mit Wohnmobilaufsatz aus Österreich. Jedesmal wurde selbstverständlich angehalten und ich wurde gefragt, ob alles ok ist. Brauche ich Wasser, oder? Langsam wurde die Strecke wieder für mich gut fahrbar. Fester Untergrund durch die Lavafelder. Um kurz nach 19 Uhr die ersehnte Abzweigung nach Dyngjufjallad. Jetzt um 23:31 Uhr -Deutsche Zeit- noch kein Auto gesehen.
Die Strecke, eine Strasse ohne Nummer ist echt gut befahrbar. Klar, immer wieder Strecke über Lavabrocken, aber ich brauche kaum abzusteigen. Rechts neben mir die Bergkette der Askja. Ich umfahre sie sozusagen. Der südliche Teil ist durch, jetzt geht es nordwärts. Km um Km radele ich dahin, mit natürlich den üblichen Fotostopps. Irgendwann suche ich mir einen Platz, wenige Meter neben der Piste, wo just passende Steine rumliegen, denn das war schon einige Kilometer nicht vorhanden, denn nur plane Fläche.
Das Zelt wird aufgebaut und die erste Portion der Nudeln verdrückt. Mein Blick richtet sich auf die Askja. Ein Teil der Hügelkette ist rot. Ein Wasserfall sorgt für die nötige Unterhaltung und nachher zum einschlafen.
Das erste Auto ist just vorbeigefahren, so um 23:50 Uhr.
Island 2017 mit dem Rad

von Martin Bruns

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5.Juli bis 10. Juli 2017