Island 2017 mit dem Rad

von Martin Bruns

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Donnerstag, 27. Juli 2017
Gullfoss

Vom Campingplatz fahre ich doch nochmal sehr spät zum Gullfoss. Immer noch gibt es Leute, die ihn wie ich zur späten Stunde besuchen. Noch ein paar Fotos und schon mal für nachher die besten Plätze für Fotos angesehen.
Zurück auf den tiefergelegenen Platz neben der Strasse. Ruckzuck steht das Aussenzelt. Auf das Innenzelt verzichte ich mal.
Nach gut drei Stunden Schlaf raus aus den Dauen, packen und los. Nur eine Tasse Tee jetzt. Ich bin der erste und einzige um diese Uhrzeit um kurz nach 04:00 Uhr isländischer Zeit. Die Sonne kommt hinter den Bergen rotglühend hervor. Eine Wahnsinnsstimmung mit schönstem Licht. Fotos, Fotos und nochmals Fotos von verschiedenen Standorten. In der Gischt dann der Regenbogen. Der junge Schweizer kommt auch. Gemeinsam werden noch Fotos gemacht und ein paar Filme gedreht. Mittlerweile sind auch weitere Fotomenschen vor Ort.



Geysir


Wir steigen auf die Räder und radeln zügig zum Geysir in gut 10 Kilometer Entfernung. Um kurz nach 06 Uhr sind wir dort lange die ersten. In aller Ruhe machen wir unsere Aufnahmen und Filme.

Ich selbst bleibe noch vor Ort, sitze dort auf einer Bank und frühstücke. Der Schweizer ist dann bereits schon wieder auf Tour.

Ich radele nun wieder zurück in Richtung Gullfoss, aber in Höhe des Campingplatzes biege ich nach links zum gut 30 Kilometer entfernen Fludir auf, wo es einen Supermarkt geben soll. Ein glatte Schotterpiste, die später auf Asphalt wechselt radele ich. Rückenwind ist heute angesagt. Einige Passagen fahre ich ganz locker mit 30-32 km/h sozusagen mit dem Wind.

Unterwegs werde ich von einem Bremer Kradfahrer überholt, den ich an der Askja getroffen habe. Er hält an und wir schnacken kurz.

Ich erreiche Fludir und fahre in den Ort, was man so Ort nennen kann. Links neben mir hinter Büschen erkenne ich ein Café mit Bäckerei. Wo ist die Tanke mit Supermarkt? Ehe ich mich unnötigerweise irgendwo hoch und runterquäle frage ich. Das Ehepaar erklärt mir den Weg. Und das Café? Ja da gibt es auch was und die haben auch Suppe. Ah!! Da fällt mir der Hinweis von Max ein. Ich also erstmal zum Café. Heute Suppe, Fisch, Kartoffeln, Souce, Salat und Kaffee Refill für 1990 ISK. Das nehme ich, ist ja auch Mittagszeit. Kaum sitze ich strömen die ersten Bauarbeiter heran und essen hier auch. Es ist richtig was los. Das Essen schmeckt gut und als Nachtisch nehme ich noch ein Stück Süßes und ein Latte.
Weiter soll es gehen, weil noch früh. Zunächst wird der Supermarkt angelaufen und kräftig eingekauft. Die Taschen werden voll. Der nächste Camp ist in Arnes. Das sind noch etwas mehr als 20 Kilometer. Starker Seitenwind herrscht. Kein schönes fahren. Nur langsam geht es vorwärts. Dann abbiegen - noch 8 Kilometer bis Arnes. Jetzt ist der Seitenwind Gegenwind geworden, so das ich über 1 Stunde brauche. Weiterfahren = nein.

Für günstige 800 ISK übernachte ich dort sehr geschützt in einer Senke umgeben von Bäumen und Büschen.

Bevor ich aber in den Sack krieche hatte ich mit Max über whatsapp Kontakt. Auch er kam hierher. So saßen wir noch lange zusammen. Morgen war immer noch starker Wind angesagt. Eine Busverbindung von hier mit Radtransport gibt es nicht. Max bot mir an, mich mitzunehmen. Rad und Taschen kriegen wir wohl in den Bus. Das Angebot konnte ich nicht ausschlagen.

Spät kamen wir zur verdienten Nachtruhe.

Morgen früh gegen 10 Uhr soll ich bei ihm sein. Dann einpacken und starten.
Auf zum Geysir, wir sehen ihn schon von weitem
Auch hier kocht die Erde
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